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Gerüchte um Robert Lewandowski: Vier Tore - zwei Verträge?

Neue Spekulationen um einen Wechsel von BVB-Stürmer Robert Lewandowski: Der Pole soll sich mit dem FC Bayern bereits auf zwei Verträge geeinigt haben. Die Münchner dementieren das.

Der abwanderungswillige Dortmunder Torjäger Robert Lewandowski soll laut "Bild"-Zeitung bereits zwei Verträge bei Bayern München unterschrieben haben. Der Pole habe sich mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister auf zwei Vierjahreskontrakte geeinigt, einer gültig zur kommenden Saison, der andere erst von 2014 an, berichtete das Blatt am Freitag.

Bayern München hat den Bericht dementiert. In einer kurzen Presseerklärung stellte der deutsche Fußball-Meister am Freitag klar: "Der FC Bayern hat entgegen dieser Meldungen keinen Vertrag mit Robert Lewandowski."

Der 24 Jahre alte Angreifer ist noch bis nach Ende der nächsten Spielzeit an Borussia Dortmund gebunden, möchte den Verein nach Aussage seiner Berater jedoch schon im Sommer verlassen. Eine Ausstiegsklausel besitzt Lewandowski anders als der bereits von den Bayern verpflichtete Mario Götze beim BVB nicht. "Nein, das ist der entscheidende Unterschied", sagte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der "Welt" (Freitag). Es liege bislang kein Angebot für Lewandowski vor. "Wir möchten, dass er bei uns bleibt und werden das mit ihm besprechen", fügte Watzke hinzu.

Lewandowskis polnischer Berater Cezary Kucharski kündigte am Freitag erneut einen bevorstehenden Vereinswechsel des Torjägers an. "Robert Lewandowski verlässt nach den Ferien Borussia Dortmund", sagte er am Freitag im Nachrichtensender TVN 24, ohne allerdings ein präziseres Datum oder den künftigen Club zu nennen. "Ich hoffe, dass die Vereine bald die Einigung über den Transfer bekanntgeben."

Gibt es eine mündliche Zusatzvereinbarung?

Angeblich haben die Berater des Topstürmers ein neues Angebot des Vereins für eine Vertragsverlängerung jedoch abgelehnt. Die Borussia soll Lewandowski ein deutlich höheres Gehalt geboten haben, wie die "Bild" erfahren haben will. Dagegen soll die Lewandowski-Seite auf eine angebliche mündliche Zusatzvereinbarung pochen, nach der ein anderer Verein den 24-Jährigen bis zum 15. Mai für eine bestimmte Summe aus seinem noch ein Jahr laufenden Vertrag herauskaufen kann.

Schon am Donnerstag hatte Lewandowski-Berater Maik Barthel via "Spiegel online" versichert, es gebe ein Angebot für den Angreifer, das die Bedingungen des BVB erfüllen würde. "Wir halten uns an Absprachen. Nun müssen die Vereine für Klarheit sorgen", fügte Barthel hinzu. Laut "Spiegel online" sollen die Bayern bereits in der vergangenen Woche eine 25-Millionen-Euro-Offerte für den Weltklassestürmer abgegeben haben.

Die Spekulationen um Lewandowski hatten nach seiner Vier-Tore-Gala beim 4:1 im Champions-League-Halbfinalhinspiel gegen Real Madrid wieder Fahrt aufgenommen. Lewandowski werde künftig "in einem noch größeren Verein spielen. Einem noch besseren als Borussia Dortmund. Die Funktionäre von Borussia Dortmund wissen, wo er spielen wird", hatte sein Manager Cezary Kucharski im staatlichen polnischen Nachrichtensender TVP Info gesagt. Der BVB dementiert jedoch vehement, dass es entsprechende Vereinbarungen oder Angebote gibt.

che/DPA / DPA

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