VG-Wort Pixel

International Ligue 1 - Fehlstart für Pariser Millionentruppe

Paris St. Germain hat sich mit Millionen der Qatar Sports Investment zum Manchester City Frankreichs gemausert, doch schneller Erfolg war nicht zu kaufen. Am ersten Spieltag enttäuschten auch die Favoriten aus Lille und Marseille.

Paris St. Germain hat eine turbulente Sommerpause hinter sich. Die Qatar Sports Investment, mit Scheich Tamim bin Hamad Al Thani - dem Kronprinz von Katar - als Besitzer, kaufte den Club, investierte gleich über 80 Millionen Euro in die Mannschaft und gab die Rückkehr an die nationale Spitze als Ziel aus.

Am ersten Spieltag der Ligue wurden dem vom neuen Sportdirektor Leonardo zusammengestellten Team aber gleich die Grenzen aufgezeigt, gegen den FC Lorient verloren die Pariser vor heimischer Kulisse mit 0:1. Insgesamt patzten aber gleich drei der vier Titel-Anwärter in der Ligue, denn neben PSG kamen auch Meister OSC Lille (1:1 gegen Nancy) und Olympique Marseille nach dem 2:2 gegen den FC Sochaux nur schwer aus den Startlöchern.

"Eine kalte Dusche"

In Paris läuten deshalb schon die Alarmglocken. "Wir dürfen nur nicht in Panik verfallen", appelliert Trainer Antoine Kombouaré. Der im Sommer ausgerechnet von Lorient geholte Nationalstürmer Kevin Gameiro räumte aber ein, man habe "den Druck gespürt". "Eine kalte Dusche", klagte das Pariser Boulevardblatt Le Parisien.

Die Erwartungen an der Seine sind groß wie nie: Für 84 Millionen Euro wurde die Mannschaft verstärkt, mit den 42 Millionen für den argentinischen Spielmacher Javier Pastore wurde sogar ein neuer Transferrekord aufgestellt. Alles andere als der Titel in Frankreich ist der Öffentlichkeit nur schwer zu verkaufen. Die Hoffnungen ruhen nun auf Pastore, denn der 22-Jährige Ex-Palermo-Profi war gegen Lorient noch nicht dabei und wurde nur vor der Partie vorgestellt.

Die Pariser enttäuschten gegen den Angstgegner aus Lorient dann auch auf der ganzen Linie. In der Offensive wollte wenig bis gar nichts gelingen, stattdessen brachte Julien Quercia die Gäste in der 28. Minute in Führung. Lorient hätte sogar höher gewinnen können, Arnold Mvuemba traf in der zweiten Halbzeit aber nur Aluminium. Gäste-Trainer Christian Gourcuff warnte die Hauptstädter dann auch gleich: "Geld allein reicht nicht".

Traumstart für Lyon

Von den Großen überzeugte nur Olympique Lyon. Der Serienmeister der Jahre 2002 bis 2008 stürmte durch einen 3:1 (2:1)-Sieg beim OGC Nizza an die Tabellenspitze. Nach dem frühen Führungstreffer der Hausherren durch Anthony Mounier (5.) sorgten der Argentinier Lisandro López (9.), Bafetimbi Gomis (32.) und Maxime Gonalons (75.) für die Wende der Schützlinge des neuen OL-Coaches Rémi Garde.

Titelverteidiger Lille, durch die Abgänge von Yohan Cabaye, Gervinho, Pierre-Alain Frau und Adil Rami ohnehin geschwächt, führte durch ein Tor von Mathieu Debuchy mit 1:0 in Nancy, doch ein Eigentor von Franck Beria (61.) brachte die Punktverluste. Auch Marseille spielte nur Remis, die Gäste aus Sochaux führten mit 2:1 ehe Loic Remy noch das Tor zum 2:2-Endstand glückte.

sportal.de sportal

Mehr zum Thema



Newsticker