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International Manchester City empfängt Chelsea, Villarreal mit neuem Trainer bei Real


Beim Spiel zwischen Man City und Chelsea zählt für beide Clubs nur ein Sieg. Ausgerechnet Carlos Tévez könnte dabei Roberto Mancinis Rettung sein. In Spanien will Villarreal mit neuem Trainer Real Madrid ärgern und die Meisterschaft wieder spannend machen.

Manchester City steht vor dem Heimspiel gegen die Blues vom FC Chelsea gewaltig unter Druck. Auch wenn sich Trainer Roberto Mancini gegenüber britischen Medien gelassen gibt, so dürfte auch ihm der Blick auf die Tabelle derzeit wenig Freude bereiten.

Manchester Citys Krise ebnet Man United den Weg an die Spitze

Stadtrivale Manchester United thront mit vier Punkten Vorsprung an der Spitze der Premier League. Mit dem 5:0 Erfolg gegen das Tabellenschlusslicht aus Wolverhamton gaben die Red Devils eine überzeugende Antwort auf das Ausscheiden aus der Europa League. Aus der hat sich auch Manchester City nach einer blamablen ersten Hälfte verabschiedet.

"Das war das zweite Mal, gegen Swansea war die erste Halbzeit nicht sehr gut. Deswegen haben wir das Spiel verloren, definitiv. Ich weiß nicht warum das so ist, es ist einfach die Mentalität", befand Verteidiger Kolo Toure gegenüber soccernet.com. "Die wichtigsten Spiele kommen jetzt."

Noch einen Ausrutscher kann sich Roberto Mancini mit seiner Mannschaft nicht leisten, ansonsten droht eine Saison ohne Titel - bei der Qualität des Kaders wäre das eine riesige Enttäuschung und vermutlich auch das Ende von Mancini.

Doch es gibt auch gute Nachrichten für Mancini: Carlos Tévez scheint mittlerweile wieder in guter Form zu sein und steht gegen Chelsea möglicherweise vor dem Comeback. Torhüter Joe Hart zeigte sich erleichtert: "Carlos zurückzuhaben wird wie eine Neuverpflichtung sein, er gibt uns mehr Feuerkraft", sagte er gegenüber soccernews. Roberto Mancini betonte gegenüber dpa jedoch, dass Tévez nur als Joker in Frage kommt: "Ein Spieler wie Carlos muss 90 Minuten spielen, aber das ist unmöglich."

Ob mit oder ohne Tévez, Mancini ist gegen Chelsea optimistisch: "Wenn wir denselben Kampfgeist an den Tag legen wie in der zweiten Halbzeit [gegen Lissabon] können wir das Spiel gegen Chelsea gewinnen." Und ergänzte: "Ich hoffe, ich mache gegen Chelsea keine Fehler." Die kann sich Mancini auch kaum leisten, denn die Blues befinden sich nach der Demission von André Villas-Boas derzeit mächtig im Aufwind.

Chelsea Englands Mannschaft der Stunde

Gerade rechtzeitig hat der Club von Milliardär Roman Abramovitch scheinbar die Kurve bekommen. Seit Interimstrainer Roberto Di Matteo das Ruder bei den Blues übernommen hat, gewann Chelsea alle vier Pflichtspiele, schaffte mit einem 4:1 Heimsieg gegen Neapel sogar noch den Einzug ins Viertelfinale der Champions League, wo mit Benfica Lissabon eine lösbare Aufgabe wartet.

Chelseas Torhüter Petr Cech ist davon übrzeugt, dass sich das Blatt für Chelsea mit Di Matteo zum Guten wenden wird: "Wir gehen mit Selbstvertrauen in die nächsten zwei Spiele", sagte Cech gegenüber soccernews. Für Cech könnte der Sieg in der Champions-League eine Kettenreaktion auslösen: "Die Atmosphäre im Stadion ist viel positiver. Wenn du Resultate erzielst, ändert sich die Stimmung." Di Matteo bestritt derweil gegenüber Eurosport, dass er möglicherweise eine Rolle bei der Entlassung von André Villas-Boas gespielt habe: "Ich habe meine Bestes gegeben und André weiß das."

In der Liga rangiert Chelsea derzeit noch auf Rang fünf, hat nach Arsenals beeindruckendem Lauf der vergangenen Wochen aber drei Punkte Rückstand auf den Champions-League-Platz. Auch die Blues werden gegen City nach vorne spielen müssen, alles andere als ein Sieg wäre für beide Teams zu wenig.

Real Madrid nach Punktverlust hungrig

In Spanien sah Real Madrid für viele schon wie der sichere Meister aus. Am vergangenen Spieltag bestrafte Malaga aber in der Nachspielzeit die fahrlässige Chancenverwertung der Königlichen mit dem Ausgleich. Durch den Punktverlust beträgt der Vorsprung auf Erzrivalen Barcelona zwar immer noch acht Punkte, aber es zeigt auch, dass Madrid in der Meisterschaft patzen kann.

In der spanischen Hauptstadt will man den kleinen Ausrutscher jedoch nicht überbewerten. "Ein Spiel unentschieden zu spielen oder zu verlieren ist normal in einer Meisterschaft", sagte Real-Trainer José Mourinho auf der Webseite der Königlichen. Die Meisterschaft will Mourinho aber trotzdem noch nicht feiern: "Es sind noch elf Spiele und 33 Punkte zu vergeben, das bedeutet die Meisterschaft ist noch offen."

Villarreal bereits mit zweitem Trainerwechsel der Saison

Beim FC Villarreal hat man derzeit ganz andere Probleme. Der Champions League-Teilnehmer und Vorrundengegner des FC Bayern erlebt derzeit eine echte Horrorsaison und steckt mitten im Abstiegskampf der Primera Division. Nach der 0:1 Pleite gegen Levante am vergangenen Wochenende und nur drei Siegen aus elf Spielen musste Trainer José Molina seinen Hut nehmen. Zuvor war bereits Juan Carlos Garrida entlassen worden. Bis zum Ende der Saison soll jetzt Miguel Angel Lotina das Ruder bei den gelben U-Booten übernehmen.

Lotina war als Trainer bereits für Osasuna, Celta Vigo, Espanyol Barcelona und Real Sociedad tätig und soll jetzt Villarreal mit seiner Erfahrung helfen, die Klasse zu halten. Derzeit steht das Team auf Rang 17 nur hauchdünn vor den Abstiegsrängen. 

Michael Stricz

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