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Angeschlagen ins Länderspiel: Was Löw zur Reus-Einwechslung zu sagen hat, dürfte beim BVB nicht gut ankommen

Bundestrainer Joachim Löw wechselte Marco Reus beim EM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande erst spät ein. Der BVB-Star war angeschlagen. Wie er sich hinterher dazu erklärt, wird nicht allen gefallen.

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3:2 gegen den vermutlich besten Gruppengegner auf dem Weg zur EM-Qualifikation. Das neue Länderspieljahr beginnt für Joachim Löw sehr zufriedenstellend. Entsprechend gut gelaunt wirkte der zuletzt unter Druck geratene Bundestrainer auf der anschließenden Pressekonferenz. Für ein bisschen Zündstoff sorgte er dann jedoch, als die Sprache auf Marco Reus kam.

Der BVB-Profi war nämlich angeschlagen in die Partie gegangen und hatte deswegen zunächst auf der Bank Platz genommen. Ein Journalist wollte wissen: "Wenn ich ein Verantwortlicher von Borussia Dortmund wäre, hätte ich mir schon die Frage gestellt, warum Marco Reus, wenn es ein Risiko bei seinem Einsatz gab, so spät doch noch eingewechselt wird? Er hätte sich auch kurz vor Schluss verletzen können." Woraufhin Löw erwiderte: "Also die Verantwortlichen von Borussia Dortmund interessieren mich in dem Moment nicht."

Bundestrainer Joachim Löw und BVB-Star Marco Reus beim letzten Training vor der Partie gegen die Niederlande

Bundestrainer Joachim Löw und BVB-Star Marco Reus beim letzten Training vor der Partie gegen die Niederlande

DPA

Was sagt der BVB zu Löws Aussage?

Das dürfte dort nur bedingt gut ankommen, zumal Reus aktuell in der Form seines Lebens ist und damit der wichtigste Spieler beim BVB. Würde sich der arg verletzungsanfällige Edelkicker für das Saisonfinale verletzen, schmälerte das Dortmunds Chancen auf die Meisterschaft immens. Auf stern-Anfrage, was man beim BVB von der Löw-Aussage halte, teilte der Klub mit, "für eine Stellungnahme nicht zur Verfügung" zu stehen.

Der Bundestrainer erklärte immerhin, dass und warum er Reus geschont hatte: "Ich glaube, dass es sinnvoll war, Marco nicht von Anfang an zu bringen." Da müsse er den Glauben haben, dass er 90 Minuten durchspielen kann. Wenn "der Muskel müde" werde, dann könne etwas passieren. "Das Risiko wollte ich für mich nicht eingehen", sagte Löw. Bei einer Einwechslung sei dieses Risiko "nicht so groß".

Reus ist mit wettbewerbsübergreifend 19 Treffern und 10 Vorlagen der absolute Leistungsträger beim BVB in dieser Saison. Abgesehen vom DFB-Pokalerfolg 2017 hat der 29-Jährige bislang keinen Titel in seiner Laufbahn holen könne, auch weil er verletzungsbedingt die WM 2014 verpasst hatte. In der Bundesliga steht sein Klub aktuell punktgleich mit dem FC Bayern auf Platz zwei. Der Rekordmeister hat das bessere Torverhältnis.

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fin

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