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Manager-Kandidat: Kahn erteilt Schalke eine Abfuhr

Die Absagen häufen sich: Nach Oliver Bierhoff hat auch Oliver Kahn den Schalkern eine Abfuhr erteilt. Damit geht die Suche nach einem Nachfolger für den gefeuerten Manager Andreas Müller weiter. Ein ehemaliger Spieler zeigt großes Interesse.

Nach der Absage des Wunschkandidaten Oliver Bierhoff als Nachfolger des beurlaubten Managers Andreas Müller hat nun auch Oliver Kahn Fußball-Bundesligist Schalke 04 eine Abfuhr erteilt. "Ich beschäftige mich nicht damit. Ich habe viele Dinge zu tun und werde bald eine Zeit lang in Asien sein. Darauf möchte ich mich konzentrieren. Damit ist alles beantwortet", sagte der 39 Jahre alte Kahn über seine Zukunftspläne der Münchner "tz".

Auch Bayern Münchens Präsident Franz Beckenbauer hat sich gegen den ehemaligen Nationaltorhüter als Schalke-Manager ausgesprochen. "Ich würde ihm davon abraten. Er ist noch in der Findungsphase, ich glaube nicht, dass er jetzt schon bereit wäre," sagte der Kaiser.

Beckenbauer verteidigt Müller

Außerdem verteidigte Beckenbauer den gefeuerten Müller: "Ich glaube nicht, dass Müller zu viele Fehler gemacht hat. Ich denke, er hat alles richtig gemacht. Lediglich die Ergebnisse haben nicht gestimmt", sagte der Bayern-Präsident und Premiere-Experte beim Champions-League-Spiel der Münchner gegen Sporting Lissabon (7:1) am Dienstagabend. Aus Beckenbauers Sicht hat Müller auch "die richtigen Spieler geholt", die am Anfang auch eingeschlagen hätten.

Formal gesehen hat Müller sogar die Chance, seinen Job zu behalten. Nach DPA-Informationen will der 46-Jährige der formellen Einladung des Aufsichtsrats folgen und bei der Sitzung an diesem Samstag von seinem Recht auf Anhörung Gebrauch machen. Laut Satzung ist bei der Abstimmung eine Zweidrittel-Mehrheit nötig, um ein Vorstandsmitglied vorzeitig abzuberufen. Sollten alle zehn Aufsichtsräte des Fußball-Bundesligisten anwesend sein, würden Müller vier Nein-Stimmen bzw. Enthaltungen genügen, um seine Abberufung zu verhindern. Das gilt allerdings als wenig wahrscheinlich.

Wilmots signalisiert Interesse

Schalke hatte Müller am Montag entlassen und sucht nun einen neuen Manager. Neben Bierhoff und Kahn war auch über Olaf Thon und Ebbe Sand spekuliert worden. Doch die beiden Ex-Schalker sollen wegen fehlender Erfahrung nicht in Frage kommen.

Dagagen hat der ehemalige Schalke Profi Marc Wilmots Interesse an einem Engagemant auf Schalke signalisiert. "Ich bin offen für alles, allerdings werde ich nur eine Aufgabe übernehmen, die mir richtig Spaß macht und hinter der ich hundertprozentig stehen kann", sagte der derzeit als Spielerberater tätige Belgier.

SID/DPA/tis / DPA

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