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Verräterisches Zitat: Geht BVB-Kapitän Hummels doch zu den Bayern?

Mats Hummels befeuert die Spekulationen um seine Zukunft. Der BVB-Kapitän gibt ein Statement ab, das die schwarz-gelben Anhänger zum Schaudern bringen dürfte. Das Worst-Case-Szenario deutet sich an - mit schlimmen Folgen für den Verein.

BVB-Kapitän Mats Hummels mit seinem Coach Thomas Tuchel

BVB-Coach Thomas Tuchel würde sich sicher sehr darüber freuen, wenn sein Kapitän Mats Hummels weiterhin in Diensten des BVB bliebe

Souverän 3:0 gewonnen, Titelchance gewahrt, Traumfinale gegen den FC Bayern München gesichert. Eigentlich war der DFB-Pokalabend Balsam für die in Liverpool geschundenen Seelen der BVB-Fans. Doch auch eine Nacht wie diese hatte noch einen Stimmungskiller parat - und zwar in Person von Mats Hummels. Der Kapitän des kommenden Vizemeisters äußerte sich mal wieder öffentlich über seine Wechselgedanken - oder besser: eine "schwere Entscheidung", die ihm jeden Abend "eine halbe Stunde" vor dem Einschlafen raube.

Im Gespräch über diese Entscheidung deutete er etwas an, das so einigen Schwarz-Gelben gehörig die Laune verderben könnte: "Ich denke, dass, wenn ich sie irgendwann getroffen habe und sie im Nachhinein erkläre, viele es verstehen werden, warum es so schwierig für mich ist", gab sich Hummels betont mysteriös und ließ jede Menge Spielraum für Spekulationen. Grundsätzlich klingt es nicht gerade so, als ob man in Dortmund weiter mit dem Abwehrchef planen sollte. Zum Zweiten - und hier wird es den BVB-Anhängern kalt den Rücken herunter laufen - klingt das nicht nur nicht nach Dortmund, es klingt nach dem Worst-Case-Szenario.

Hummels und der FC Bayern: Das würde passen

Welcher Wechsel könnte Hummels denn so schwer fallen? Zum Pottrivalen FC Schalke 04? Er will Titel gewinnen - vor allem die Champions League. Zum oft mit ihm in Verbindung gebrachten FC Barcelona? Vor heimischem Publikum im Camp Nou auflaufen, davon träumen die meisten Fußballer. Ein Wechsel wäre also nachvollziehbar und kein Grund für eine besonders schwere Entscheidung. Für Real Madrid gilt das gleiche. Wer bleibt da noch? Natürlich nur der einteilte Erzrivale aus dem Süden: der FC Bayern. Noch ist es eine Spekulation, aber sie wird gerade erst befeuert - unter anderem durch eine Meldung des "Kölner Express", der aus Dortmunder "Mannschaftskreisen" erfahren haben möchte, dass ein solcher Wechsel Thema sei.

Mats Hummels und FC Bayern München - das würde in vielerlei Hinsicht passen. Für jeden deutschen Topspieler sind die Münchner nachvollziehbar die erste Adresse - siehe Mario Götze. Topfavorit auf alle nationalen Titel, solide Aussichten auf die Champions League. Hummels hat dazu alle Jugendstationen in München durchlaufen und würde quasi nur zurückkommen, nachdem die Münchner ihn 2009 für vier Millionen Euro zum BVB ziehen ließen. Heute wären sicher ein paar Euronen mehr fällig. Zusammen mit Jerome Boateng hätte der FC Bayern schließlich die wohl stärkste Innenverteidigung der Welt - mit Blick auf die viel zitierten Automatismen auch nicht verkehrt für die Nationalelf.

Abgang von Mats Hummels könnte BVB zerstören

Aber so sehr es Hummels ehrt - wie bereits vor einem Jahr - offen über seine Wechselgedanken zu sprechen und niemandem etwas vorzuspielen: Ein Wechsel zum FC Bayern wäre ein Stich ins schwarz-gelbe Herz. Dass Ilkay Gündogan ab Sommer wohl auf der Insel spielen wird, wahrscheinlich unter Pep Guardiola bei Manchester City, damit hat man sich im Pott bereits abgefunden. Bei den Gerüchten um Henrikh Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang machen sich viele noch berechtigte Hoffnungen auf einen Verbleib. Bei Hummels aber sieht es nach Abschied aus - und zwar nach einem schmerzhaften. In Topform ist der 27-Jährige nicht zu ersetzen. Er ist der Intendant des Dortmunder Spiels. Der BVB würde den wichtigsten Spieler verlieren, und - schlimmer noch - ihn dem Erzrivalen überlassen. Jenem FC Bayern, dessen Rücklichter man in Dortmund dieses Jahr erstmals wieder am Horizont flimmern sieht.

Geht neben Gündogan auch Hummels, und womöglich noch einer der Offensivkünstler - das Rückgrat des wiedererstarkten BVB wäre gebrochen. Den Abgang eines Kagawas konnte man ertragen, den eines Götzes, eines Lewandowskis - aber eben nur, weil sie auf mehrere Spielzeiten verteilt waren. Einen Ausverkauf aber, wie er dem BVB drohen könnte, übersteht kein Team unbeschadet. Umso mehr wird Hummels Entscheidung einen entscheidenden Einfluss haben. Verlässt der Kapitän das (nicht sinkende) Schiff, so wird sich auch der Rest der Besatzung womöglich fragen, ob es nicht Zeit für einen neuen Heimathafen ist.

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