Matthäus in Brasilien Loddar beleidigt Schiri


Weil er bei einem Spiel seines brasilianischen Klubs den Schiri beleidigte, hat ein Gericht Trainer Lothar Matthäus 30 Tage gesperrt. Dann legte er sich auch noch mit einem Fotografen an.

Gute Sport- aber schlechte Verhaltensnoten für Lothar Matthäus in Brasilien: Nur einen Monat nach seinem Trainerdebüt im Land des Fußball-Weltmeisters ist der Deutsche jetzt wegen Schiedsrichter-Beleidigung für 30 Tage gesperrt worden. Das Urteil fällte das Sportgericht des brasilianischen Bundeslandes Paranà in Curitiba.

Bei dem Spiel seines Clubs Atlético Paranaense gegen Malucelli am 1. März soll Matthäus den vierten Schiedsrichter mit erhobenem Zeigefinger und den Worten "Arroganter Schiri, arroganter Schiri" beleidigt haben.

Atléticos Anwalt Domingos Moro erklärte unterdessen, er wolle Berufung einlegen. Es sei nicht beleidigend, jemanden als arrogant zu bezeichnen. Er verstehe auch nicht, so Moros, weshalb die Richter des Sportgerichts die Tatsache, dass Matthäus während der Verhandlung abwesend war, als "entscheidend" für die Sperre beurteilt hätten. Matthäus halte sich aus persönlichen Gründen in Deutschland auf. Das könne man ihm nicht zum Vorwurf machen.

Unterdessen sorgt ein weiterer Vorfall für Wirbel: Bei einem Interview in der Lobby des Grand-Hotels Rayon ging Matthäus auf den Fotografen Da Rocha los und packte ihn am Kragen. Der wehrte sich, schlug Matthäus ins Gesicht. Gegenüber der Bild-Zeitung sagte der 44-jährige Trainer. "Es stimmt. Es gab Ärger. Der Fotograf ist mir schon länger auf den Wecker gegangen, weil er mich nie in Ruhe gelassen hat."

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker