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Schonpause für Kahn

Teamchef Rudi Völler hat Oliver Kahn vor dem WM-Test gegen die USA eine Schonpause verordnet. Dafür stehen der Leverkusener Hans-Jörg Butt und der Bremer Frank Rost im Kader.

Teamchef Rudi Völler hat Oliver Kahn vor dem WM-Test gegen die USA eine Schonpause verordnet. Als Torhüter stehen der Leverkusener Hans-Jörg Butt und der Bremer Frank Rost im Kader. Jens Lehmann hingegen darf am kommenden Mittwoch definitiv nicht mit zum Spiel nach Rostock fahren. Der Dortmunder war nach einem bösen Tritt gegen den Freiburger Soumaila Coulibaly vom DFB für vier Bundesliga-Spiele gesperrt worden. Wegen Verletzungen fehlen Carsten Jancker, Mehmet Scholl (beide FC Bayern) und Marko Rehmer, auch Sebastian Deisler (beide Hertha) ist noch nicht wieder dabei.

Chance für Butt und Rost

Völler zieht mit dem Ausschluss des Dortmunder Torhüters die Konsequenzen aus der vierwöchigen Sperre, die Lehmann wegen seiner Tätlichkeit erhielt und verordnete dem »Sünder«, der eigentlich für einen Einsatz gegen die USA vorgesehen war, eine Denkpause. Der BVB- Torwart hatte in Bundesligaspielen im Rostocker Ostseestadion schon zwei Mal (1999/2000) »Rot« gesehen. Unverhofft kommen damit die WM-Kandidaten Butt und Rost im insgesamt sechsten Länderspiel gegen die US-Amerikaner zu einer Chance.

Kein WM-Ausschluss für Lehmann

Einen WM-Ausschluss muss Lehmann aber nicht befürchten. »In Rostock lässt ihn Völler pausieren, weil er dort das Thema Lehmann nicht haben will«, erläuterte Völler-Intimus Rainer Calmund. Der Bayer-Manager findet es grundsätzlich richtig, dass Lehmann »für seinen Ausraster« bestraft wurde. »Aber er war vorher immer bei der Nationalmannschaft dabei. Deshalb ist es logisch, dass er auch mit nach Asien fahren wird.«

Besserung gelobt

Eine Ausbootung für die WM im Sommer in Japan und Südkorea würde Lehmann selbst auch als unfair empfinden, weil sich auch andere ähnlicher Vergehen schon schuldig gemacht hätten. »Wenn man die Geschichte mit mir generalisieren würde, dürfte fast keiner mehr mit nach Japan fahren. Kein aktueller Profi kann sich davon freisprechen, nicht mal in eine Situation zu geraten, die ihm eigentlich nicht passieren dürfte«, sagte der Dortmunder in einem Interviews mit dem »Kicker«. Lehmann hat sich inzwischen für sein Fehlverhalten mehrmals entschuldigt und gelobte Besserung: »Selbst wenn mir einer das Bein bricht, werde ich versuchen, mich zu beherrschen«, sagte er.

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