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Nations League Niederlande siegen, Deutschland steigt ab: DFB-Elf in Top-Liga nun zweitklassig - so reagiert Löw

Nations League: Niederlande siegt, Deutschland steigt ab: DFB-Elf in Top-Liga nun zweitklassig
Begegnung in der Nations League: Die niederländische Spieler (hinten l.) feiern das 1:0, während die Franzosen Olivier Giroud und Ngolo Kante (r.) enttäuscht sind
© Peter Dejong / AP / DPA
Der Abschluss in der Nations League wird für das Team von Bundestrainer Löw zu einem bitteren Schaulaufen. Die Holländer haben schon vor dem Klassiker in Gelsenkirchen Deutschland in die Division zwei der Nations League gestürzt. Frankreich kann nicht helfen.

Nächste große Enttäuschung für Joachim Löw und die deutsche Nationalmannschaft: Der viermalige Weltmeister ist in Europa nur noch zweitklassig. Erzrivale Holland besiegelte schon vor dem abschließenden Duell am Montag in Gelsenkirchen den vorzeitigen Abstieg des DFB-Teams aus der Top-Staffel der Nations League. Die Niederländer bezwangen am Freitagabend in Rotterdam Weltmeister Frankreich mit 2:0 (1:0)-Sieg. Damit ist das Löw-Team mit einem Punkt definitiv Letzter der Gruppe 1. In Rotterdam trafen Georginio Wijnaldum (44.) vom FC Liverpool und Memphis Depay (90.+6, Foulelfmeter) von Olympique Lyon.

Holland (derzeit 6 Zähler) kann nun mit einem Sieg in der Schalke-Arena, das für Deutschland nur noch Testcharakter hat, sogar Frankreich (7) noch von Platz eins verdrängen und sich für das Finalturnier im Juni 2019 qualifizieren. 

Löw zum Abstieg in der Nations League: "Bitter"

Joachim Löw will nach dem feststehenden Abstieg aus der Topstaffel der Nations League zumindest einen versöhnlichen Jahresabschluss. "Die Niederlande hat verdient gegen den Weltmeister Frankreich gewonnen. Für uns ist dieses Ergebnis natürlich bitter, weil wir damit keine Chance mehr haben, in der Liga A der Nations League zu bleiben. Das müssen wir akzeptieren", erklärte der Bundestrainer unmittelbar nach dem 2:0-Sieg von Holland gegen die Franzosen.*

Löw versprach den Fans für die Partie am Montag (20.45 Uhr/ARD) in der Schalke-Arena gegen Holland dennoch volle Motivation und Konzentration. "Aus diesem Jahr, das insgesamt enttäuschend für uns war, wollen wir uns am Montag in Gelsenkirchen mit einem guten Spiel von unseren Fans verabschieden", betonte der 58-Jährige. 

Der Blick richte sich jetzt klar in Richtung der EM 2020, "für die wir uns qualifizieren werden und bei der wir wieder eine starke Mannschaft ins Turnier schicken wollen", sagte Löw. "Auf diesem Weg werden wir weiter Räume für unsere jungen Spieler schaffen und sie nach und nach an die Nationalmannschaft heranführen."

Nun muss (auch) DFB-Präsident Grindel für Stimmung sorgen

Nach einer Eingabe von Frenkie de Jong wehrte Steven N'Zonzi den Ball mit dem Kopf unglücklich ab. Frankreichs Torwart Hugo Lloris rettete zunächst noch gegen Ryan Babel. Den Nachschuss setzte Wijnaldum ins Netz. Der 28 Jahre alte Profi hatte schon vor einem Monat in Amsterdam gegen Deutschland getroffen und für den 3:0-Endstand gesorgt. Gegen Frankreich gab es für Deutschland ein 0:0 in München und ein 1:2 in Paris. 

Wijnaldum war im De Kuip der Mann des Abends. Schon vor seinem Tor hatte der Offensivmann Lloris in arge Bedrängnis gebracht. Die Franzosen hatten aber die Gastgeber zunächst im Griff. Oranje blieb auch im zweiten Abschnitt gefährlicher und hatte unter anderen durch Kapitän Virgil van Dijk (60.) und Denzel Dumfries (63.) große Möglichkeiten zu weiteren Treffern. Doch Lloris hielt herausragend. Antoine Griezmann vergab die beste Chance auf den Ausgleich, nachdem vor der Pause Stuttgart-Profi Benjamin Pavard knapp verzogen hatte.In der Nachspielzeit verwandelte Depay den Elfmeter eiskalt. Mouussa Sissoko hatte de Jong gelegt. 

DFB-Präsident Reinhard Grindel muss nach dem blamablen Vorrunden-Aus bei der WM in Russland nun mit dafür sorgen, dass die Stimmung nicht wieder in den Keller rutscht. "Für mich ist wichtiger, dass wir gegen die Niederlande wieder ein so gutes Spiel zeigen wie gegen Russland", hatte der Verbandschef bereits erklärt.

*Update, 23.35 Uhr: Wir haben den Text mit dem Statement von Bundestrainer Joachim Löw aktualisiert.

fs DPA

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