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Nations League: Jogis junge Jungs machen Spaß - und viele Tore gegen Russland

Mit der jüngsten Elf seit dem Confed Cup betreibt die deutsche Mannschaft ein wenig Wiedergutmachung für das bislang so schlechte Jahr 2018. Gegen Russland zeigen Sané und Co. erfrischenden Fußball - eine gute Generalprobe für das Abstiegs-Endspiel gegen Holland.

Jugend-Stil und Tempo-Fußball: 3:0 gegen Russland macht Hoffnung

Leroy Sane (2. v. r.) aus Deutschland jubelt nach dem 1:0 mit seinen Teamkameraden

DPA

Endlich wieder Spaß und viele Tore! Die neue junge Turbo-Generation bringt den Erneuerungsprozess von Joachim Löw in Schwung. Nach dem erfrischenden 3:0 (3:0) gegen den schwachen WM-Gastgeber Russland hofft die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends im Abstiegsendspiel in der Nations League am Montag gegen Holland. Leroy Sané (8. Minute) und Niklas Süle (25.) mit ihren Premierentoren im DFB-Trikot sowie Serge Gnabry (40.) erzielten am Donnerstagabend die Treffer für die stark verjüngte Auswahl von Bundestrainer Löw, die mit hohem Tempo und viel Elan die nur 35 288 Zuschauern in Leipzig erfreute.

Erstmals im verkorksten WM-Jahr erzielte die Nationalmannschaft mehr als zwei Tore in einem Spiel und feierte den höchsten Sieg seit dem 5:1 gegen Aserbaidschan vor 13 Monaten. Löw machte mit dem Umbau diesmal richtig ernst und bot in Manuel Neuer (32) und den in der zweiten Halbzeit am Knöchel verletzten Jonas Hector (28) nur zwei Spieler auf, die älter als 25 Jahre sind. Im Schnitt war das Team 23,9 Jahre alt und damit das jüngste seit dem Confed-Cup-Halbfinale im Sommer 2017. 2014er-Weltmeister Mats Hummels saß nur auf der Bank, sein Kollege Thomas Müller musste bis zur 72. Minute auf sein 99. Länderspiel warten.

Löw will auch gegen Oranje "möglichst siegreich" sein

Gegen Oranje am Montag auf Schalke wird die DFB-Elf deutlich mehr gefordert werden. Nur mit einem Sieg ist der Abstieg aus der Liga A der Nations League dann noch zu verhindern, sofern Frankreich am Freitag mit einem Remis oder Sieg gegen Holland Hilfe leistet.

"Vorrangiges Ziel ist es, beide Spiele möglichst siegreich zu gestalten", hatte Löw gefordert und dabei seinen Verjüngungskurs fortgesetzt. Und die junge Auswahl machte es richtig gut. Immer wieder gelang es dem DFB-Team, mit vertikalen Bällen schnell in die Spitze zu kommen. Dort sorgte der schon beim 1:2 gegen Weltmeister Frankreich so erfrischende Turbo-Sturm mit Sané, Gnabry und Timo Werner für viel Schwung und brachte die überforderte russische Abwehr immer wieder in die Bredouille.

So war der Auftritt ein kleiner Schritt, um die Fans wieder zu versöhnen. Denn da gab es in Leipzig einige Lücken in der Arena. Die Fans bekamen allerdings auch einen schwachen WM-Viertelfinalisten zu Gesicht, der bei Weitem nicht das Niveau von der Heim-Weltmeisterschaft im Sommer hatte. 

Drei starke Tore nach verkorkstem WM-Jahr 

Schon die erste Chance führte auch gleich zum deutschen Tor. Nach Zuspiel von Gnabry erzielte Sané seinen ersten Treffer im 16. Länderspiel. Eingeleitet hatte das Tor der starke Thilo Kehrer mit einem Steilpass. Der Mann von Paris Saint-Germain gehörte auf der rechten Seite zu den auffälligsten Akteuren im deutschen Team.

Aber auch der erst 19 Jahre alte Leverkusener Kai Havertz, der aufgrund des Fehlens von Toni Kroos (Pause), Julian Draxler (Trauerfall in der Familie) oder auch Marco Reus (Fußprellung) erstmals von Beginn an ran durfte, nutzte seine Chance. Dass seine gute Flanke Mitte der ersten Halbzeit nicht zum Tor führte, lag eher am unpräzisen Kopfball von Sané (23.).

Den überfälligen Treffer holte Süle anschließend nach. Nach einer Kopfball-Vorlage von Antonio Rüdiger im Zuge einer Ecke konnte der Münchner locker einschieben. Auch für den Abwehrchef war es das erste Länderspiel-Tor. In der Rückwärtsbewegung wurde Süle dagegen weniger gefordert, dafür war die russische Offensive zu harmlos.

Ein Freistoß des früheren Bundesligaprofis Konstantin Rausch über das Tor war noch die auffälligste Aktion (17.). Rausch gehörte wie auch der ebenfalls eingebürgerte Roman Neustädter der russischen Startelf an, nachdem sie die Heim-WM noch verpasst hatten.

Für klare Verhältnisse sorgte Gnabry kurz vor der Pause, als er nach Steilpass von Havertz traf. Für den Münchner, der erstmals seit seinem Hattrick beim Debüt vor zwei Jahren gegen San Marino wieder traf, war es die Belohnung für einen guten Auftritt. In der Sturmzentrale hatte Gnabry einen großen Aktionsradius, während Werner an seiner Seite beim Heimspiel eher unglücklich agierte. 

Russische Elf verpasste Riesenchance

Dieser Auftritt konnte Russlands Coach Stanislaw Tschertschessow, der einst Torhüter unter Löw beim FC Tirol war, nicht gefallen haben. Nach der Pause wurde es bei der Sbornaja, die in der Nations League vor dem Aufstieg in die A-Gruppe steht, etwas besser. Alexei Ionow hatte gar gleich eine Riesenchance zum ersten Tor (48.).

Auf deutscher Seite ging es im zweiten Durchgang nicht mehr so schwungvoll weiter, was auch an den vielen Wechseln lag. Unfreiwillig musste dabei Hector runter. Der Kölner wurde von Aleksander Jerochin schwer gefoult und musste gestützt von den Betreuern in die Kabine.

Arne Richter / Jens Mende / Stefan Tabeling / fs / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.