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Niederlage in der Champions League: Bayerns brotlose Kunst

Warum schießt eigentlich keiner? Der FC Bayern München dominiert das Spiel gegen Real Madrid und verliert mit 0:1 - weil er erschreckende Schwächen im Abschluss zeigt.

Von Carina Braun

Am Ende kam es, wie wohl so mancher Bayern-Fan befürchtet hatte. Für viele war dieses Spiel ja das eigentliche Finale der Champions League. Die Bayern spielten gegen große Namen, Ronaldo, Xabi Alonso, Gareth Bale, sie standen dem vielleicht stärksten Konkurrenten in Europa gegenüber, und doch waren ihre größten Gegner mal wieder: sie selbst.

Der Knoten ist noch immer nicht geplatzt. Die Münchner kontrollierten das Spiel, waren überlegen - und am Ende doch mit dem 0:1 gut bedient. Nach der Partie baute sich Matthias Sammer vor Reportern auf und sagte trotzige Sätze, er sprach von Ballbesitz und Dominanz. Doch am Ende des Abends blieben Zahlen. 1:0 für Real Madrid. 72 Prozent Ballbesitz für die Bayern, 15 zu 3 Ecken. Es sind Zahlen, an denen dieses Spiel abzulesen ist und irgendwie auch die Krise des FCB. Die Münchner hatten den Ball. Die Chancen hatte Madrid. Pep Guardiola selbst fasste die Sache knapp zusammen: "Wir wollten ein Spiel mit viel Ballkontrolle und ein gutes Umschaltspiel. Das haben wir teilweise geschafft. Uns hat nur der Abschluss gefehlt."

Madrid setzt auf Konter

Dabei hatten sie sich nach der Halbfinal-Auslosung noch gefreut an der Säbener Straße. Der auf dem Papier stärkste mögliche Gegner schien den Bayern am besten zu liegen: offensiv ausgerichtet, spielstark und oft erfreulich pomadig in der Verteidigung. Dass der FCB auch mit hohen Ballbesitzquoten relativ brotlos gegen einen Gegner anrennen kann, hatte er ja bereits im Viertelfinale gegen Manchester United gezeigt. Gegen die sturmstarken Madrilenen, so die Hoffnung, bliebe ihm das erspart.

Und dann passierte es eben doch. Guardiola hatte Lahm ins Mittelfeld gezogen und Rafinha in der Verteidigung gebracht, vorne stürmte Mandzukic. Bayern begann gut und kontrollierte das Spiel, was eben daran lag, dass die Königlichen sich überraschenderweise eher an der Methode Manchester orientierten als am ungemütlichem Pressing eines BVB. Die Madrilenen zogen sich weit zurück, gaben den Gästen Platz für den Spielaufbau, überließen ihnen Ball und Mittelfeld, um dann mit schnellen Kontern zuzuschlagen. Schon in der 18. Minute zeigten sie, wie man einen Spielverlauf eindrucksvoll auf den Kopf stellt: Boateng ließ sich von Coentrao überlaufen, Alaba rutschte am Ball vorbei. Benzema schob ein.

Ronaldo wieder fit

Bei den Madrilenen blieb der angeschlagene Bale anfangs draußen, dafür stand der genesene Ronaldo wieder auf dem Platz. Hochmotiviert hirschte der Portugiese auf dem Rasen umher, tätschelte die Mitspieler, wedelte mit den Händen - und berührte den Ball erstmal kaum. Die Spielweise des Stürmers war wie die seiner Mannschaft: karg, aber schnell und effektiv. Fast hätte er mit einem Kopfball in der 20. Minute erhöht, fünf Minuten später versemmelte er freistehend eine weitere hochkarätige Chance. "Wir dürfen uns nicht beschweren, wenn es in der Halbzeit 2:0 steht", sagte Thomas Müller nach dem Spiel.

Als Ronaldo Anfang des Jahres zum Weltfußballer gewählt wurde, verließen Ribéry die Kräfte. Und auch im direkten Vergleich konnte der Franzose sich nicht aus dem Formtief befreien. Seine Sprints und Pässe fehlen den Bayern, wie es überhaupt der Offensive an Tempo und Einzelaktionen fehlt. Ribéry enttäuschend, Mandzukic blass, und auch sonst wollte offensichtlich keiner schießen. Die Bayern schoben sich vor dem gegnerischen Strafraum die Bälle zu und wirkten ratlos gegen erstaunlich gut verteidigende Madrilenen. Erst als in der zweiten Halbzeit Müller und Götze eingewechselt wurden, kam Schwung ins bayrische Angriffsspiel. In der 80. Minute zielte Müller knapp am Pfosten vorbei, in der 84. Minute hatte Götze den Ausgleich auf dem Fuß - und scheiterte an Casillas.

Verspielen die Bayern die Saison?

Es war trotz allem ein knapp verdienter Sieg der Madrilenen, die auch in der zweiten Halbzeit stets gefährlich blieben und ganz auf Geschwindigkeit und Überraschungsmomente setzten. Im Rückspiel wird es eng für Bayern. Angesichts der Konterstärke der Königlichen dürfte das fehlende Auswärtstor besonders schmerzen.

Die Bayern drohen, in den letzten Zügen ihre bisher vielleicht beste Saison zu verspielen. Seit Guardiola die Bundesliga für beendet erklärt und gegen Augsburg eine B-Elf aufs Feld geschickt hat, haben sie verloren: Spiele, Sicherheit, Selbstbewusstsein. Natürlich geht es auch einem Guardiola mehr um Titel als um die Schönheit des Spiels, aber vielleicht hat er die Bremse zu abrupt gezogen. Einem Trainer wie ihm verzeihen die Fans ein Scheitern nicht. Sie dürften sich nach diesem Spiel fragen, ob Ballbesitz tatsächlich eine Allzweckwaffe ist und ob Bayern eigentlich Standards trainiert. Die Erfolge der Vorsaison scheinen für das Team immer mehr zur Belastung zu werden. Was von den vergangenen Monaten übrig bleibt, wird am Ende an der Zahl der Titel abzulesen sein.

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Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.