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Nach Einspruch: Kurioser Platzverweis: DFB annulliert Gelb-Rote Karte gegen Nils Petersen

Nach der umstrittenen Gelb-Roten Karte gegen Nils Petersen im Auswärtsspiel auf Schalke hatte der SC Freiburg Einspruch gegen die Entscheidung eingelegt. Das Bundesgericht des DFB gab dem statt und zog den Platzverweis zurück.

Nils Petersen während des Spiels bei Schalke 04

Der Moment, als Nils Petersen vom Platz gestellt wurde und die Welt nicht mehr verstand

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Es war die strittigste Szene des letzten Bundesliga-Spieltages. Bei der Begegnung Schalke gegen Freiburg sah der Freiburger Kapitän Nils Petersen in der 64. Minute eine gelbe Karte. So weit, so unspektakulär. Das Kuriose war jedoch, dass Petersen zu dem Zeitpunkt als Schiedsrichter Tobias Stieler ihm die Karte zeigte, mit dem Rücken zu ihm stand. Folglich konnte er gar nicht bemerken, dass er soeben verwarnt wurde.

Schiri Stieler machte den Stürmer auch nicht mehr drauf aufmerksam. Drei Minuten später dann das: Petersen sah die zweite gelbe Karte, wurde vom Platz gestellt und wusste nicht wieso. Die Freiburger legten Einspruch gegen die Entscheidung ein. Nun hat der DFB-Bundesgerichtshof entschieden, dass der Platzverweis irregulär sei und annulierte die Sperre des Freiburger Sürmers. Das dürfte wohl auch Trainer Christian Streich besonders freuen, denn der ärgerte sich während des Spiels so heftig, dass er auf die Tribüne verwiesen wurde. Noch ist kein Urteil im Verfahren des DFB-Kontrollausschusses gegen Streich gefällt worden.

Gelbe Karte gegen Nils Petersen "nicht rechtswirksam"

"Die erste Gelbe Karte gegen Nils Petersen in der 64. Minute wurde nicht ordnungsgemäß erteilt. Daher hat sie mangels Kundgabe auch keine Wirkung erlangt", erklärte Achim Späth, der Vorsitzende des DFB-Bundesgerichts. "Die Gelbe Karte wurde in seinem Rücken gezeigt."
Es sei nach Ansicht des Bundesgerichts unstrittig, dass der Schiedsrichter den Spieler ordnungsgemäß verwarnen wollte, Nils Petersen dies aber nicht wahrgenommen habe. "Damit wurde die Gelbe Karte nicht rechtswirksam. Eine solche ,stille Verwarnung' kann keine Grundlage für einen späteren Platzverweis sein", sagte Späth. Petersen behält damit seine weiße Weste und bleibt in seiner Bundesliga-Karriere bislang ohne Platzverweis. 

fk / DPA

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