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Pressestimmen

Nicht in WM-Kader: "Gnadenloser Löw" - britische Medien entgeistert über Sané-Aus

Die Nicht-Nominierung von Leroy Sané für den deutschen WM-Kader ist ein große Überraschung. Besonders die englische Presse schüttelt verwundert den Kopf, während es in Deutschland mehr Verständnis für Joachim Löw gibt.

IM DFB-Dress läuft Leroy Sané über den Trainingsplatz und sieht dabei unzufrieden aus

Leroy Sané wird bei der Fußball-WM in Russland nicht für Deutschland spielen. Der 22-Jährige wurde von Bundestrainer Joachim Löw zusammen mit Bernd Leno, Jonathan Tah und Nils Petersen aus dem vorläufigen Aufgebot gestrichen. Und das, obwohl Sané als Leistungsträger bei Manchester City englischer Meister und zum besten Jungspieler der Premier League gewählt wurde. Wettbewerbsübergreifend kam er auf 14 Tore und 19 Assists in 49 Spielen. Kein Deutscher hat mehr Scorer-Punkte gesammelt - und nur ein Landsmann netzte öfter ein, als Sané: der ebenfalls aussortierte Nils Petersen (15 Tore).

Die Nicht-Nominierung von Sané ist für viele eine dicke Überraschung und lässt einen Großteil der Fans verwirrt zurück. Sportliche Gründe für die Entscheidung sucht man mit Blick auf die abgelaufene Spielzeit vergebens. Löw selbst sagte zur der umstrittenen Entscheidung: "Leroy hat riesiges Talent, absolut. Er wird auch bald wieder dabei sein, ab September werden wir verstärkt mit ihm arbeiten. Aber er ist vielleicht in den Spielen der Nationalmannschaft noch nicht so ganz angekommen."

WM 2018 ohne Leroy Sané, so reagiert die Presse:

Allein die Adjektive der britischen Medien-Meldungen zur Sané-Ausbootung zeigen, wie überraschend diese kam. So reagiert die Presse:

"Sun" (England): "Tiefschlag: Leory Sané unfassbarerweise aus Deutschlands 23-Mann-Kader für die WM gestrichen."

"Daily Mirror" (England): "Sané gestrichen: Jungspieler des Jahres der Premier League aus deutschem WM-Kader geworfen, als der gnadenlose Löw seine finalen 23 vorstellt."

"Daily Star" (England): "Joachim Löw lässt sensationellerweise Leroy Sané Zuhause."

"Independent" (England) meldet als Breaking News: "Sané als großer Schock aus Deutschlands Kader ausgenommen."

"AS" (Spanien): "Löw lässt Deutschland sprachlos zurück. Sané fährt nicht mit zu WM."

Deutlich mehr Verständnis für die Entscheidung zeigen die deutschen Medien:

"Bild": "Diese mutige, aber nachvollziehbare Wahl ist ein echter Hammer. Und das ultimative Jogi-Signal an seine 23 WM-Fahrer. Niemand sollte sich sicher sein. Niemand sollte sich hängen lassen. (...) In der Nationalelf hingegen konnte Sané bislang selten überzeugen, fehlte es ihm oft an der richtigen Einstellung. Dazu kommt sein teils selbstverliebtes und abgehobenes Auftreten in der Öffentlichkeit. (...) Die Sané-Sensation – vielleicht ist er einfach noch nicht reif genug für eine WM!"

"Kicker": "Wenn Mittelfeldchef und Weltmeister Toni Kroos nach dem 0:1 gegen Brasilien im März völlig zu Recht die fehlende Leistungsbereitschaft und mangelnde Körpersprache kritisiert hatte, galten seine Worte zuallererst Sané. Doch Sané hat nicht kapiert, wie gegen Österreich zu sehen war. (...) Sané ist schnell, sucht die direkten Duelle und nimmt Laufwege kreuz und quer durch die Abwehrreihen. Er hat all diese Vorzüge im DFB-Trikot aber noch nicht gezeigt. Und deshalb ist Löws gesenkter Daumen für Sané konsequent."

"Deutsche Welle": "Auf den ersten Blick sprach zunächst vieles für Sané. (...) Auf den zweiten Blick trübte sich das Bild aber ein. Denn Sané überzeugte im DFB-Dress zuletzt überhaupt nicht. Bei der Pleite gegen Brasilien ging er völlig unter (...) und leistete sich bei der Niederlage gegen Österreich erneut reihenweise Ballverluste und bot erneut eine sehr schwache Leistung."

IM DFB-Dress läuft Leroy Sané über den Trainingsplatz und sieht dabei unzufrieden aus
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