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P. Köster: Kabinenpredigt: Hamann rausschmeißen? Das unwürdige Spektakel des Hasan Salihamidzic

Dietmar Hamann kritisiert Robert Lewandowski. Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic schlägt zurück und möchte den TV-Experten am liebsten feuern lassen. Ein seltsamer Auftritt, findet stern-stimme Philipp Köster.

Sportdirektor des FC Bayern München: Hasan Salihamidzic

Sportdirektor des FC Bayern München: Hasan Salihamidzic

Getty Images

Zugegeben, der FC Bayern ist keine Monarchie, auch wenn sich die gekrönten Oberhäupter bisweilen so gebärden, als sei ihnen ihr Amt durch Herkunft oder den lieben Gott zugeteilt worden. Es hätte den Bayern-Granden jedenfalls nicht geschadet, hätten sie im Angesicht der schwelenden Debatte um Form und Zukunft des Torjägers Robert Lewandowski einen kurzen Blick hinüber zum Adel nach Großbritannien geworfen.

Der folgt nämlich in derlei marginalen Krisen einem kurzen, gleichwohl sehr effektiven Motto: "Never complain, never explain!" Zu deutsch: "Nichts beklagen, nichts erklären!" Der FC Bayern hingegen hat sich beklagt und erklärt, in Gestalt von Hasan Salihamidzic im Gespräch mit Sky-Reporter Patrick Wasserziehr. Und so sehr man dem Sportdirektor die gute Absicht zugute halten möchte, sich schützend vor den Spieler stellen zu wollen, so sehr irritierte der Wutbürger-Gestus, mit dem Salihamidzic nicht nur die Kritik als "Kampagne" einordnete, sondern gleich auch noch durch die Blume forderte, Sky möge doch bitte den Kritiker Didi Hamann als Experten expedieren.

Der Sportdirektor verstrickt sich in ein Scharmützel

Eine merkwürdige Forderung war das. Und das nicht nur vor dem Hintergrund der inzwischen schon notorischen Versuche des FC Bayern, die Presse zu maßregeln, zuletzt durch die grandios vergurkte Pressekonferenz, in deren Verlauf erst pathetisch das Grundgesetz zitiert wurde, um dann mit beeindruckender Vehemenz auf den früheren Spieler Bernat einzudreschen. Nein, auch im aktuellen Kontext wirkte die Forderung nach disziplinarischen Maßnahmen bizarr. Denn Hamann hatte zwar streitbare Thesen von sich gegeben, war aber weder persönlich geworden, noch hatte er sich im Ton vergriffen.

Ganz im Gegensatz zu Salihamidzic, der es sich ja sehr einfach hätte machen können. Alle verfügbare Zahlen und Bilder sprechen nämlich gegen Hamanns Thesen. Die Tore, die Torbeteiligungen, aber auch die Körpersprache, die in den letzten Jahren schon deutlich egozentrischer daherkam. Anstatt diese Zahlen nun aber kalt lächelnd zu servieren, verstrickte sich der Sportdirektor wieder einmal in ein Scharmützel, in dessen Verlauf er zunehmend unsouverän wirkte – nicht zum ersten Mal.

Eine missratene Form der Außendarstellung

Und es stellt sich die Frage, warum der FC Bayern auf diese missratene Form der Außendarstellung nicht verzichtet. Ist es zuviel verlangt, dass ein Sportdirektor mit Zahlen statt mit Emotionen und unhaltbaren Vorwürfen ("Kampagne") argumentiert?

Müsste die Bayern-Führung ihren Sportdirektor nicht schützen, wenn er ganz offenkundig mit derlei Interviews überfordert ist? Ihrem Ziel, Salihamidzic nicht wie einen überforderten Azubi dastehen zu lassen, kommen Hoeneß und Rummenigge jedenfalls so nicht näher.

Also gilt in solchen Diskussionen in Zukunft mehr denn je für den FC Bayern: "Erkläre nichts! Beklage nichts!" Denn wie hat es der Schriftsteller Elbert Hubbard formuliert: "Deine Freunde brauchen keine Erklärung und deine Feinde werden dir eh nicht glauben."

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(