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Premier League Chelsea gewinnt in Liverpool - Giggs führt United zum Sieg


Chelsea hat mit dem 2:0 bei Tabellenführer Liverpool für eine Wende in der Meisterschaft gesorgt. Zuvor hatte Interimstrainer Ryan Giggs United zum höchsten Liga-Heimsieg der Saison geführt.

Der FC Chelsea hat das Rennen um die englische Fußball-Meisterschaft noch spannender gemacht. Der Tabellenzweite gewann am Sonntag das Top-Duell des 36. Spieltags der Premier League bei Spitzenreiter FC Liverpool 2:0 (1:0) und verkürzte den Rückstand zwei Spieltage vor dem Ende der Saison auf zwei Punkte. Bei einer Niederlage hätte Chelsea keine Chance mehr auf den Titel gehabt. Nun hat der Tabellendritte Manchester City wieder die besten Karten.

In der Tabelle führt Liverpool (80) zwar weiter vor Chelsea (78), doch ManCity (77) hat noch ein Spiel mehr auszutragen als die Konkurrenten - und das bessere Torverhältnis. Beim 2:0 der Citizens bei Crystal Palace traf der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko bereits in der vierten Minute zur 1:0-Führung. Noch vor dem Wechsel erhöhte Yaya Touré (43.) zum Endstand. Die Treffer an der Liverpooler Anfield Road für Chelsea erzielten Demba Ba (45.+3) und Willian (90.+4). Der frühere Hoffenheimer Ba profitierte von einem Ausrutscher von Reds-Kapitän Steven Gerrard im Mittelfeld.

Chelsea mauert wie immer

Wie schon beim 1:0 bei ManCity oder beim 0:0 in der Champions League bei Atlético Madrid bot Chelsea eine starke Defensivleistung. Von Beginn an verschleppten die Blues das Tempo und nahmen Liverpool den Wind aus den Segeln. Die Reds haben in dieser Saison jeweils in den ersten 15 Minuten einer Partie schon 15 Tore erzielt - gegen Chelsea gingen sie leer aus. Außerdem ging für den Tabellenführer die Serie von 16 Spielen ohne Niederlage zu Ende. Zum letzten Mal hatte der 18-malige Meister am 29. Dezember 2013 verloren - bei Chelsea.

Grund zur Freude hatte auch Ryan Giggs. Nach 962 Einsätzen in kurzen Hosen betrat er das Old Trafford am Samstag bei einem Punktspiel zum ersten Mal im feinen Anzug und mit Vereinskrawatte. Beim Debüt als Interimstrainer führte der Waliser des Rekordmeister in Spiel eins nach der Entlassung des glücklosen David Moyes zum 4:0 (1:0) gegen Norwich City. Nach dem höchsten Liga-Heimsieg in dieser Saison verriet die "Sun" augenzwinkernd Giggs' Erfolgsgeheimnis: "Moyes hatte Pommes von der Club-Speisekarte verbannt, Giggs hat sie wieder eingeführt - zur Freude der United-Spieler".

Die Fans hatten den 40-Jährigen im Stadion überschwänglich empfangen. "Ich bin so oft zu großen Spielen aus dem Spielertunnel gekommen. Doch das war das beste Gefühl, das ich je hatte. Ich habe mich riesengroß gefühlt und so stolz", meinte Giggs nach seiner Premiere. United sei die Basis seines Lebens. In 23 Jahren hat er mit dem Club 25 große Titel gewonnen. Dennoch habe er die Nacht vor dem Spiel gegen den Abstiegskandidaten vor Aufregung kaum geschlafen.

Giggs bringt Manchester United den Erfolg zurück

Dass Giggs über die Saison hinaus die Chance erhält, als United-Coach zu arbeiten, ist trotz des erfolgreichen Auftakts unwahrscheinlich. Englische Medien spekulieren mit dem Engagement von Louis van Gaal als Nachfolger des am Dienstag geschassten Moyes. Giggs solle dann wieder Co-Trainer werden. Die niederländische Zeitung "De Telegraaf" hatte am Samstag sogar berichtet, United sei sich mit dem ehemaligen Bayern-Coach bereits handelseinig.

Superstar Wayne Rooney, der wie Juan Mata zwei Treffer erzielte, lobt Giggs. "Giggsy hat alle Referenzen, um der nächste Boss zu sein. Aber die Entscheidung trifft der Vorstand", sagte der Stürmer.

Einen Rückschlag im Abstiegskampf gab es für den FC Fulham und Coach Felix Magath. Gegen Hull City kam der Club trotz 2:0-Führung nur zu einem 2:2 und liegt einen Zähler hinter den Nicht-Abstiegsplätzen zurück.

Marc Schäfer/DPA DPA

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