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Pressestimmen zur Weltfußballer-Wahl: "Nur Deutschland stellt Ronaldos Triumph infrage"

Die internationale Presse feiert Ronaldos Wahl als Weltfußballer. Einige Blätter hätten allerdings Neuer favorisiert. Die Pressestimmen im Überblick.

Ronaldo, Ronaldo, Ronaldo - viele internationale Medien sind sich sicher: Der Portugiese hat den erneuten Weltfußballer-Titel absolut verdient. Doch es gibt auch kritische Stimmen. Die italienische Zeitung "La Repubblica" bricht eine Lanze für Neuer: "Er hätte es verdient gehabt. Doch solange Cristiano Ronaldo und Lionel Messi spielen, können die anderen nur noch auf den dritten Platz hoffen."

Deutschland

In den deutschen Medien wird Ronaldos Wahl häufig kritisiert: "Die Fifa-Wahl würdigt mal wieder nur das Offensivspektakel und prominente Namen", schreibt Sebastian Winter bei Spiegel Online. Klaus Hoeltzenbein kommentiert in der Süddeutschen Zeitung: "Dies ist, im Sinne der Ausschreibung, eine falsche Wahl. Denn gesucht wurde der Weltfußballer 2014, also eigentlich derjenige, der dem Weltfußball im Jahr 2014 die größten Impulse gab."

Die internationalen Stimmen
L'Équipe (Frankreich)

"Cristiano Ronaldo holt zum dritten Mal den Ballon d'Or"

Le Figaro (Frankreich)

"Ronaldo, ein Prototyp aus solidem Gold."

France Football (Frankreich)

"Cristiano Ronaldo in der dritten Dimension."

Der Standard (Österreich)

"Alter statt neuer Weltfußballer. Ballon d'Or erneut an Cristiano Ronaldo - Manuel Neuer geht an einem sehr deutschen Abend leer aus."

El Pais (Spanien)

"Warum zum Teufel ist Ronaldo der Beste? Die Fifa klebt auf sich selbst ein Verfallsdatum"

Sport (Spanien)

"Ronaldo jagt Messi. Dritter Goldener Ball für den Real-Star. Messi und Neuer ohne Chance."

Marca (Spanien)

"Er küsste, er weinte und er schrie! Ohne Diskussion: Dritter Goldener Ball für Cristiano Ronaldo. Der Real-Star holte mehr Stimmen als Messi und Neuer zusammen."

AS (Spanien)

"Dritter Goldener Ball für Cristiano Ronaldo. Nur Deutschland stellt den Triumph infrage!"

The Guardian (Großbritannien)

"Der dritte Goldene Ball beweist, dass Cristiano Ronaldo in seinem Fach ein Künstler ist."

Daily Telegraph (Großbritannien)

"Ronaldo ärgert Messi. Mit einem Schlachtruf der Freude feiert CR7 seinen dritten Triumph."

Daily Mirror (Großbritannien)

"Ronaldo gewinnt zum dritten Mal und dankt seinem Ex-Klub Manchester United."

Daily Mail (Großbritannien)

"Der Beste unter Feinden gewinnt. Frostige Atmosphäre auf der Bühne zwischen Sieger Ronaldo und Messi."

Gazzetta dello Sport (Italien)

"Golden Boy Ronaldo: Ein neuer Triumph für den Portugiesen. Im ewigen Duell mit Messi behauptet sich Ronaldo, der wieder die Nummer eins in der Welt ist. Neuer muss sich mit dem dritten Platz begnügen."

Corriere dello Sport (Italien)

"Seit sieben Jahren duellieren sich Ronaldo und Messi um den Titel des besten Fußballers. Der Fußball hat sich in diesen Jahren verändert, die beiden nicht. Vielleicht sollten wir uns Sorgen machen."

La Stampa (Italien)

"Cristiano Ronaldo ist Superman. Seine Trefferzahlen sind einmalig und erreichen fast das Optimum. Messi und Ronaldo sind mehr als nur Fußballer, sie sind Stars und Symbole. Hinter ihnen herrscht nur Leere."

La Repubblica (Italien)

"Neuer hätte den Titel verdient gehabt, doch er schafft es nicht einmal auf Platz zwei. Solange Cristiano Ronaldo und Lionel Messi spielen, können die anderen nur noch auf den dritten Platz hoffen. Wer Treffer erzielt, fasziniert mehr als derjenige, der Tore abwendet."

O Jogo (Portugal)

"Ronaldo ist ein würdiger Gewinner."

Spanien

Die spanische Presse konzentriert sich fast ausschließlich auf das Duell Messi gegen Ronaldo - sie betont Ronaldos Aufholjagd. Messi hat immer noch einen Weltfußballer-Titel mehr (4) als Ronaldo (jetzt 3). Während die "AS" betont, dass nur Deutschland sich über die Wahl beschwere, zeigt die Tageszeitung "El Pais" in ihrem Kommentar das Gegenteil.

Großbritannien

Die britischen Medien stürzen sich - wie die spanischen Kollegen - auf das Duell Messi gegen Ronaldo. Die "Daily Mail" will sogar eine "Frostige Atmosphäre auf der Bühne zwischen Sieger Ronaldo und Messi" ausgemacht haben.

feh/DPA / DPA

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