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Real Madrid: Metzelder bricht sich die Nase

Pech in der Schlussminute: Christoph Metzelder, in Diensten von Real Madrid, hat sich beim Spiel gegen den FC Valencia die Nase gebrochen. Bereits am Montag soll er operiert werden. Einen Trost gab es aber immerhin noch.

Die Nase gebrochen, aber die Punkte gesichert: Christoph Metzelder hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Real Madrid nach drei Niederlagen in Folge mit einem 1:0-Erfolg über den FC Valencia in der spanischen Fußball-Liga neue Hoffnung schöpfen kann.

Allerdings bezahlte der Innenverteidiger den hart erkämpften Sieg des Meisters mit einem Bruch des Nasenbeins. Die Verletzung zog sich der 47-malige Nationalspieler in der Schlussminute zu, als er bei einer Kopfballabwehr den Ellbogen des Valencianers Raúl Albiol ins Gesicht bekam.

Der Ex-Dortmunder soll am Montag operiert werden, einen Tag später will er in den Weihnachtsurlaub nach Deutschland fliegen. Die Ferien lässt Metzelder sich durch die schmerzende Nase nicht verderben: Er darf das Jahr ruhigen Gewissens als Stammspieler bei Real beenden. Unter dem früheren Trainer Bernd Schuster war er zumeist nur zweite oder dritte Wahl gewesen, die spanische Sportpresse hatte ihn bei den "Königlichen" fast schon abgeschrieben.

Gegen den FC Valencia spielte Metzelder von Anfang an und glänzte nach einhelliger Meinung der Kommentatoren als stärkste Kraft in der Abwehr der Madrilenen. "Mit Trainer Juande Ramos wird unser Team immer besser", sagte der Abwehrrecke. "Trotz des Rückstands zum Tabellenführer FC Barcelona geben wir den Kampf um den Titel nicht auf."

Auch der seit Wochen kriselnde Rafael van der Vaart kehrte bei Real überraschend in die Stammelf zurück - als Ersatz für den grippekranken Kapitän Raúl. Der Niederländer landete einen Pfostenschuss, trat aber ansonsten wenig in Erscheinung. Nach knapp einer Stunde wurde der Ex-Kapitän des HSV wegen einer Zerrung ausgewechselt.

Die 60.000 Zuschauer im Bernabéu-Stadion erlebten am Samstagabend im letzten Spiel des Jahres "Fußball paradox". Der Titelverteidiger wurde vor eigenem Publikum vom Tabellenzweiten permanent in die Defensive gedrängt. Gonzalo Higuaín hatte die Madrilenen schon in der 3. Minute in Führung gebracht, danach beschränkte Real sich auf Konterangriffe. Die Gäste vergaben zahlreiche Chancen zum Ausgleich, schwächten sich dann aber selbst, als ihr Kapitän Carlos Marchena sich in der 66. Minute die Gelb-Rote Karte einhandelte.

"Der Meister ist noch am Leben", titelte die Sportzeitung "As" am Sonntag. Das Konkurrenzblatt "Marca" meinte: "Real hat seine Krise noch nicht überwunden. Es befindet sich auf dem Wege der Besserung. Die Elf ist noch nicht in der Lage, ein Spiel zu bestimmen. Bei ihren Kontern ist sie ganz auf die Dribbelkünste des Arjen Robben angewiesen."

DPA / DPA

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