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Matte statt Glatze: Metzelders neue Haarpracht: So läuft die Haartransplantation ab

BVB-Trainer Jürgen Klopp hat es getan - und nun auch Christoph Metzelder: Statt hoher Stirn und Geheimratsecken zeigt er sich nun mit dichtem Haupthaar, dank OP. Was bei einer Haartransplantation passiert und welche Risiken der Eingriff birgt.

Christoph Metzelder

Der ehemalige Fußballprofi Christoph Metzelder hat sich Haare transplantieren lassen.

Die Geheimratsecken und die hohe Stirn sind einem relativ dichten Haarwuchs gewichen: Stolz zeigt Christoph Metzelder seine neue Haarpracht. Und bekennt sich zu der OP, die er dafür hat durchführen lassen. "Ich habe mir vergangenen Sommer die Haare transplantieren lassen", sagte er zur "Bild". Der Eingriff habe acht Stunden gedauert und sei sehr schmerzhaft gewesen. Doch eine Alternative gab es für Metzelder offenbar nicht mehr: Vor zwei Jahren habe er es einmal mit der Glatze versucht, bekannte er. "Aber das steht mir einfach nicht. Blieb nur die Kloppo-Variante. Auch Jürgen Klopp, damals noch Trainer von Borussia Dortmund, hatte 2013 verraten: "Ich habe mir Haare einpflanzen lassen."

Wie Metzelder oder Klopp geht es vielen Männern. Mit fortschreitendem Alter droht ein Kahlschlag auf dem Kopf. Haarausfall, Mediziner sprechen von Alopezie, ist meist erblich bedingt. Am häufigsten ist die sogenannte androgenetische Alopezie, bei der das männliche Geschlechtshormon Testosteron dafür sorgt, dass Haarfollikel auf der Kopfhaut verkümmern. Diese umgeben die Haarwurzel und verankern das Haar in der Kopfhaut.

Die androgenetische Alopezie betrifft beide Geschlechter. Sie tritt bei rund 80 Prozent der Männer auf, beginnt häufig schon in der Pubertät, zeigt sich aber erst richtig mit fortschreitendem Alter. Bei Männern lässt die Haarpracht zuerst an den Schläfen und am Hinterkopf nach. Auch bei etwa 40 Prozent der Frauen lichtet sich das Haar, meist nach den Wechseljahren.

Wie läuft eine Haartransplantation ab?

Bei der Transplantation werden Haarfollikel auf dem Kopf verteilt. Dazu entnimmt der Operateur einen Haarwurzelstreifen am Hinterkopf. Die Narbe wird im Anschluss vernäht, der Eingriff erfolgt bei örtlicher Betäubung.

Den herausgeschnittenen Streifen präpariert der Arzt und zerlegt ihn in kleinere Einheiten, sogenannte Grafts, die höchstens fünf Haarwurzeln enthalten. Sie werden dann an den Stellen eingesetzt, an denen das Haar wieder dichter werden soll. Der Eingriff dauert mehrere Stunden, bis aus der kahlen Stelle wieder üppiges Haupthaar wächst, vergeht mehr Zeit - in der Regel drei Monate.

In der Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft zur androgenetischen Alopezie heißt es: Eine Follikeltransplantation "kann erwogen werden", was keine Empfehlung ist, aber einem mittleren Wert entspricht.

Eine Transplantation kann nur mit eigenem Haar erfolgen. Kunsthaar oder fremde Haare eignen sich dafür nicht, da das Risiko hoch ist, dass der Körper diese abstößt.

Gibt es Risiken?

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff können auch bei der Haartransplantation Komplikationen auftreten, etwa Blutungen, Infektionen oder Narben. Direkt nach der OP sind Schwellungen im Stirnbereich und ein Taubheitsgefühl rund um die Wunde möglich. Eine Garantie, dass die transplantierten Haarwurzeln anwachsen, gibt es nicht. Das Ergebnis fällt bei jedem Patienten sehr unterschiedlich aus.

Für wen ist eine Haartransplantation geeignet?

Eine Haartransplantation ist nur sinnvoll, wenn ausreichend Spenderhaare vorhanden sind. Zudem sollte der Haarausfall an den entsprechenden Stellen weitgehend zum Stillstand gekommen sein. Ansonsten drohen unschöne Lücken zwischen dem eigenen und dem transplantierten Haar.

Was kostet es und wer bietet es an?

Je nachdem, wie viele Haare transplantiert werden, schwankt der Preis. Er liegt zwischen 2500 Euro und mehr als 10.000 Euro. Haare gelten als Hautanhangsgebilde, deshalb sind Hautärzte für sie zuständig. Viele Dermatologen, aber auch Unikliniken bieten Haarsprechstunden an, in denen man sich beraten lassen kann.

Helfen Mittel gegen Haarausfall?

Grüner Tee, Ginseng, Aloe vera - die Liste an Mittelchen, die gegen Haarausfall helfen sollen, ist lang. Für die meisten gibt es laut Leitlinie der Dermatologischen Gesellschaft keine oder keine ausreichenden Belege für eine Wirksamkeit. Auch Stiftung Warentest kommt zu einem ernüchternden Urteil, was die Wirksamkeit von Haarausfallmitteln angeht. Für stern.de hat sie frei verkäufliche Präparate untersucht und bewertet.

Ohne Einschränkung ist demnach kein Wirkstoff zu empfehlen, am ehesten helfen Mittel mit dem Wirkstoff Minoxidil. Ursprünglich wurde dieser zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt, als Nebenwirkung zeigte sich ein vermehrter Haarwuchs. Heute findet Mindoxil hauptsächlich als Mittel gegen Haarausfall Anwendung.

Die ausführliche Bewertung der frei verkäuflichen Mittel gegen Haarausfall finden Sie hier.

lea

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.