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Real Madrid: Ronaldo wegen schwerer Steuerhinterziehung angeklagt

Die Vorwürfe wiegen schwer: Die Staatsanwaltschaft in Spanien wirft Ronaldo Steuerhinterziehung in Höhe von 14,7 Millionen Euro vor. Jetzt wird der Portugiese angeklagt und könnte am Ende ins Gefängnis wandern.

Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo muss sich demnächst vor Gericht verantworten

Die spanische Staatsanwaltschaft wirft dem portugiesischen Fußballstar Cristiano Ronaldo Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor. Über Briefkastenfirmen auf den britischen Jungferninseln und in Irland soll der vierfache Weltfußballer in Diensten von Real Madrid 14,7 Millionen Euro Steuern am spanischen Fiskus vorbei geschleust haben, erklärte die Anklagebehörde in Madrid am Dienstag. Ronaldo habe dafür von Strukturen "profitiert", die im Jahr 2010 eigens geschaffen wurden, um in Spanien erzieltes Einkommen den Steuerbehörden zu verheimlichen.

Dieses Vorgehen belege eine "vorsätzliche und bewusste Missachtung seiner Steuerpflichten in Spanien", heißt es in der Erklärung weiter. Ronaldo ist nach Angaben des US-Magazins "Forbes" der bestbezahlte Sportler der Welt. Der bei Real Madrid unter Vertrag stehende Portugiese verdiente in den vergangenen zwölf Monaten knapp 83 Millionen Euro, wie aus einer dieser Tage veröffentlichten "Forbes"-Liste hervorgeht.


Messi wurde wegen viel weniger Geld verknackt

14,7 Millionen Euro an mutmaßlich hinterzogenen Steuern sind fast viermal so viel wie die hinterzogene Steuersumme von Lionel Messi. Ronaldos Dauerrivale vom FC Barcelona war zu einer 21-monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Ein Sprecher Ronaldos betonte, der Spieler habe zwar nicht alle Steuern bezahlt, aber er habe niemals die Absicht gehabt, zu betrügen. "Ich bin kein Heiliger, aber ich bin auch nicht der Teufel", hatte Ronaldo zu den Vorwürfen gesagt. Nun wird ein Gericht darüber befinden müssen, wie seine Steuervermeidungsstrategien zu bewerten sind.

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tis / AFP

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