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Schalke vor unruhigen Wochen: Auf diese Spieler sollte Kramer vermehrt setzen

Frank Kramer
Frank Kramer
© Getty Images
Schalke 04 steht vor schwierigen und unruhigen Wochen. Frank Kramer sollte nun vermehrt auf andere Spieler setzen, um einen spielerischen Turnaround zu erreichen.

Schalke 04 steht nach der Heimpleite gegen den FC Augsburg und der inzwischen lautstark kritisierten Spielweise vor wichtigen und vermutlich recht unruhigen Wochen. Für Frank Kramer ist es deshalb, aber auch aufgrund von Verletzungen an der Zeit, vermehrt auf gewisse Spieler zu setzen.

Schalke drohen unruhige Wochen. Die Heimniederlage gegen den FC Augsburg hat bereits für viel Enttäuschung gesorgt. Sowohl die abgegebenen drei Punkte, als auch die Spielweise waren Anlass zur Kritik.

Im restlichen Oktober warten schwere Spiele auf die Gelsenkirchener. Erst geht es gegen Bayer Leverkusen, dann in der Liga und im DFB-Pokal gegen die TSG Hoffenheim, ehe noch die Duelle mit Hertha BSC und dem SC Freiburg folgen. Allesamt herausfordernde Partien, in denen Königsblau so viele Erfolgserlebnisse wie möglich braucht, um nicht in den Tabellenkeller abzurutschen.

Somit ist es nun an der Zeit, dass Frank Kramer auch die ein oder andere Personalentscheidung trifft. Einerseits muss er manch einen Spieler aus der Startelf nehmen. Andererseits müssen bisherige Bankdrücker mehr Einsatzzeiten bekommen, wenn endlich ein Spielstil etabliert werden soll, der auch für Tore und mehr Ballbesitz sorgen kann.

Verletzungen und Probleme im Spiel: Kramer muss mehr auf diese Schalker vertrauen

1. Leo Greiml

Eine Entscheidung für Leo Greiml scheint angesichts der Verletzung von Sepp van den Berg ein No-Brainer zu sein. Doch ist sein Nachrücken wohl weniger in Stein gemeißelt, als man es zunächst denken würde.

Immerhin ist Kramer ein Fan von Henning Matriciani. Obwohl er - wie am Sonntag - immer wieder zeigt, dass er eigentlich nicht die Klasse für die Bundesliga hat, hält der Trainer an ihm in der ersten Elf fest. Selbst während des Ausfalls von Cedric Brunner musste sich Mehmet Aydin hinten anstellen.

Da Matriciani eigentlich sogar eher ein Innen- als Außenverteidiger ist, ist er für den Coach sicherlich auch eine Option. Aber: Greiml muss jetzt unbedingt spielen.

Der Österreicher hat bereits in mehreren Einwechslungen und im Testspiel während der Länderspielpause gezeigt, dass er seinen Kreuzbandriss hinter sich gelassen und dass er das Zeug für die Bundesliga hat. Er spielt trotz seines jungen Alters von 21 Jahren bereits abgeklärt, ist zweikampfstark und hat einen guten Spielaufbau. Der Sommer-Neuzugang muss nun in die erste Elf rücken.

2. Alex Kral

Im Schalker Mittelfeld werden in den nächsten Wochen ein kühler Kopf sowie strategisches Denken von Nöten sein. Während Tom Krauß nicht aus der Startelf zu denken ist, wäre ein Austauschen von Florian Flick bereits eher denkbar.

Zwar hat er zuletzt durchaus solide Leistungen gezeigt, doch bringt Kral noch eher die Rolle des Denkers und Lenkers mit sich. Zudem hat der Tscheche bereits deutlich mehr Profi-Erfahrung sammeln können, was ebenfalls hilfreich sein kann.

Weniger Zweikämpfe gewinnt er auch nicht als Flick, die Laufleistung wird höchstens marginal niedriger sein. Allerdings wäre es ohnehin wichtiger, wenn Schalke mehr mit dem Ball einfällt, als dagegen.

3. Tobias Mohr

Egal ob als Linksverteidiger oder auf der gleichen Seite etwas offensiver: Tobias Mohr hat sich über die letzten Spieltage stetig verbessert und sich als wertvoller Spieler gezeigt. Nur weil Thomas Ouwejan in der Vorsaison von großem Wert war, während sein Einfluss aktuell als Teil einer defensiven Viererkette sinkt, darf der Niederländer nicht automatisch vor ihm gesetzt sein.

Auch die Flanken und Standards haben sich bei Mohr keineswegs als schlechter erwiesen. Dazu scheint er die Mischung aus Defensive und Offensive zurzeit besser umgesetzt zu bekommen, als Ouwejan.

Auch sein Einsatz und seine Leidenschaft sind lobenswert gewesen. Kramer sollte sich einen Ruck geben und weiterhin auf ihn setzen.

4. Jordan Larsson

Auch Jordan Larsson muss in den nächsten Wochen deutlich häufiger spielen. Bislang war sein Einfluss auf das S04-Spiel recht klein. Das lag aber zum einen an der defensiven Ausrichtung, insbesondere im Derby, und zum anderen an seiner Rolle als Außenspieler.

Viel eher könnte er ebenso gut ins Sturmzentrum gezogen werden - etwa als Doppelspitze mit Simon Terodde zusammen. Ein weiterer Vorteil wäre der Bankplatz für Sebastian Polter, der sich seine Einsätze bis dato noch überhaupt nicht verdienen konnte.

Larsson auf Außen, dann aber mit mehr Einbindung und Offensivspiel, oder aber im Zentrum: Es wird Zeit, dass der 25-Jährige sein Können auch im Sinne von Schalke einsetzen darf.

5. Florent Mollet

Einen Stammplatz in der Startelf für Florent Mollet zu fordern, wäre aktuell stark übertrieben. Immerhin macht Dominick Drexler keinen schlechten Job, während sich der Franzose bislang kaum zeigen konnte.

Doch genau das sollte er zeitnah tun dürfen. In den letzten drei Partien war er nicht einmal Teil des Spiel-Kaders. Dabei könnte das Team einen Mittelfeldspieler, der Kreativität und gutes Ballgefühl mit sich bringt, sehr gut gebrauchen.

Durch den Ausfall von Rodrigo Zalazar kann und muss der Sommer-Neuzugang endlich mehr Chancen bekommen. Gütersloh hin oder her: Er war einer der ganz wenigen Spieler, die sich in diesem Test für mehr Vertrauen einsetzen konnten.

Alles zu S04 bei 90min:

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf 90min.com/de als Schalke vor unruhigen Wochen: Auf diese Spieler sollte Kramer vermehrt setzen veröffentlicht.

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