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Sonntagspiele: HSV hält Anschluss - 96 feiert Teilerfolg

Der HSV hat seine Pflichtaufgabe gegen den MSV Duisburg souverän gelöst und sich damit in der Bundesliga hinter den Bayern und Werder Bremen endgültig als "dritte Kraft" etabliert.

Vor 51.769 Zuschauern in der AOL-Arena erzielten ausgerechnet die zuletzt vielgescholtenen Stürmer Sergej Barbarez und Benjamin Lauth die Tore für den HSV, der damit Anschluss an den FC Bayern München und Werder Bremen hält. Die Duisburger bleiben nach ihrer achten Saison-Niederlage Tabellenvorletzte.

"Natürlich freut es mich besonders, dass die zwei da vorne wieder getroffen haben. Sie haben an sich geglaubt und sich nicht verrückt machen lassen. Es war klar, dass irgendwann der Knoten platzt", sagte HSV-Trainer Thomas Doll erfreut nach dem wichtigen Heimsieg. Noch wichtiger war ihm allerdings, "dass wir eine tolle mannschaftliche Geschlossenheit gezeigt haben". Und der starke Torjäger Barbarez meinte zufrieden: "Wir haben geschafft, was wir wollten. Hinten zu null gespielt, vorn getroffen und die Punkte in Hamburg behalten."

Lauth beendet persönliche Torflaute

Beim HSV machte sich die Rückkehr von Rotsünder Rafael van der Vaart nach dessen Drei-Spiele-Sperre positiv bemerkbar. Angetrieben von ihrem Spielmacher aus den Niederlanden machten die Norddeutschen gegen den Aufsteiger, der auf sechs Stammspieler verzichten musste und in Abdelaziz Ahanfouf nur eine Sturmspitze aufbot, von Beginn an viel Druck. Allerdings konnten die Hausherren, die den MSV zum Teil länger in der eigenen Hälfte einschnürten, trotz aller Überlegenheit dabei zu wenig klare Einschussmöglichkeiten herausspielen.

Hinzu kam Pech, dass Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer dem HSV einen Elfmeter verweigerte, als Barbarez von zwei MSV-Akteuren in die Zange genommen wurde. Und als David Jarolim dann frei aus drei Metern am Tor vorbeizielte, stellte sich sogar etwas Hektik bei den Hanseaten ein. Das überfällige 1:0 durch Barbarez’ fünften Saisontreffer nach toller Mahdavikia-Flanke wirkte wie eine Erlösung. Lauth ließ kurz vor der Pause das zweite Tor folgen, als er Barbarez’ Steilpass zu seinem ersten Bundesliga-Tor seit dem 12. März nutzte.

Auch nach Wiederanpfiff kontrollierten die Hausherren die harmlosen Gäste, deren Schlussmann Georg Koch gegen den starken Barbarez und van der Vaart einen höheren Rückstand verhinderte. Auf der Gegenseite prüfte Iviva Grlic per Fernschuss Keeper Stefan Wächter erstmals ernsthaft. Kurz darauf vergab Ahanfouf die beste Chance, als er frei vorbeischoss.

Hannover seit vier Spielen ohne Sieg

Im zweiten Sonntagspiel hat Trainer Peter Neururer unterdessen gleich bei seinem Comeback in der Fußball-Bundesliga die Negativserie von Hannover 96 beim VfB Stuttgart gestoppt. Mit dem 2:2 erreichten die Niedersachsen am Sonntag in der Fußball-Bundesliga ihr erstes Remis nach neun Niederlagen in Stuttgart und bescherten Neururer neben einem gelungenen Einstand auch ein erfolgreiches Jubiläum in seinem 200. Bundesliga-Spiel. Den Stuttgartern reichte in der schwachen Partie nicht einmal die zweimalige Führung durch den Dänen Jon Dahl Tomasson zum zweiten Heimsieg. Der Iraner Vahid Hashemian und der Bulgare Chavdar Yankow sorgten jeweils für Hannovers Ausgleich.

Die Stuttgarter erlebten vor 36.000 Zuschauern einen weiteren Rückschlag im Kampf um das Erreichen des Minimalziels UEFA-Cup-Platz. Zwar hatte der VfB die besseren Chancen, doch enttäuschte er abermals. Das achte Unentschieden wird der Diskussion um Trainer Giovanni Trapattoni neue Nahrung geben. Dagegen scheint sich der Trainerwechsel in Hannover von Ewald Lienen auf Neururer gelohnt zu haben, auch wenn 96 seit vier Spielen ohne Sieg ist.

DPA

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