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Sonntagsspiele: Bayers Lustspiel, HSV verpasst Chance

Bayer Leverkusen bleibt an der Spitze dran: Verdient bezwang die Truppe von Trainer Michael Skibbe Hannover 96 mit 2:0 und pirscht sich langsam an die Champions-League-Plätze heran. Der Hamburger SV kam gegen Nürnberg nicht über ein torloses Unentschieden hinaus und bleibt weiter Tabellendritter.

Bayer Leverkusen hat eine perfekte Woche abgerundet: Durch einen souveränen 2:0-Sieg gegen Hannover bleibt die Bayer im Rennen um die Champions-League-Plätze eine feste Größe. Die Werkself rückte bis auf einen Punkt an den dritten Platz in der Fußball-Bundesliga heran. Vor drei Tagen hatten die Leverkusener den Hamburger SV mit 1:0-Sieg im Uefa-Pokal geschlagen. Die Hanseaten verpassten im zweiten Sonntagsspiel beim 1. FC Nürnberg den Sprung auf Platz zwei. Die Partie blieb torlos.

"Das war nicht die Leistung, die wir uns vorgestellt haben. Wenn man elementare Dinge wie Zweikampfführung und Ballbehauptung nicht umsetzt, dann darf man sich nicht wundern, wenn man teilweise vorgeführt wird", sagte Hannovers Trainer Dieter Hecking. Theofanis Gekas mit einem Traumtor (30.) sowie Tranquillo Barnetta (39.) machten den siebten Leverkusener Sieg im elften Saisonheimspiel perfekt und sorgten zugleich für eine glänzende Generalprobe für das Achtelfinalrückspiel beim HSV am Mittwoch (17. 45 Uhr).

Gekas lupft elegant über Enke hinweg

Wie drei Tage zuvor, als Gekas der vielumjubelte Siegtreffer gegen Hamburg gelang, stand der griechische Nationalspieler erneut im Mittelpunkt. Mit einem herrlichen Lupfer düpierte der Angreifer den 96-Schlussmann Robert Enke und markierte seinen neunten Saisontreffer. Der Grieche, der bereits in der dritten Minute eine Riesenchance zur Leverkusener Führung besaß, sorgte dabei im Hannoveraner Strafraum ständig für Gefahr.

Nach den Europacup-Strapazen benötigten die Rheinländer eine gute halbe Stunde, ehe ihre Offensivabteilung auf Touren kam. Bis dahin hatten die Niedersachsen das Spiel offen gestaltet, ohne aber wirklich Leverkusen ernsthaft unter Druck zu setzen. Dabei war ein Schuss von Sergio Pinto, der nach abgesessener Rotsperre zurück in die Mannschaft kam, noch die beste Hannoveraner Möglichkeit (17.), doch Bayer Mittelfeldspieler Arturo Vidal klärte für seinen geschlagenen Schlussmann Rene Adler. Ansonsten waren es die technisch und taktisch überlegenen Leverkusener, die zu großen Chancen kamen. So hätte neben den beiden Treffern auch noch Simon Rolfes bei zwei guten Gelegenheiten (13. und 43.) zuschlagen können.

Leverkusen vergab viele Großchancen

Wer in der zweiten Halbzeit mit einem Hannoveraner Aufbäumen gerechnet hatte, sah sich lange Zeit getäuscht. Vielmehr drängten die Leverkusener auf das dritte Tor, doch Bernd Schneider (50.), Rolfes (53.), Stefan Kießling (58.) und Barnetta (60.) vergaben weitere Großchancen.

Bei den Leverkusenern verdienten sich die beiden Torschützen Gekas und Barnetta die Bestnoten. Bei den 96ern wusste allenfalls Oldie Michael Tarnat, der in der 76. Minute verletzt ausgewechselt werden musste, zu gefallen.

Nürnberg bleibt unter von Heesen sieglos

Dem 1. FC Nürnberg will auch unter Trainer Thomas von Heesen die Wende zum Guten einfach nicht gelingen. Gegen den Hamburger SV kam der deutsche Pokalsieger über ein 0:0 nicht hinaus und steckt damit weiterhin auf einem Abstiegsplatz fest. Unter von Heesen ist der Club nunmehr in allen sechs Pflichtspielen sieglos. Darüber hinaus warten die Franken seit nunmehr sieben Begegnungen auf einen Sieg in der Fußball-Bundesliga.

Die Gäste wiederum verpassten in einem Spiel auf mäßigem Niveau den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz und sind mit nun acht Punkten Rückstand auf Bayern München wohl aus dem Meisterschaftsrennen. Zudem sitzt dem HSV der Vierte Bayer Leverkusen, der am kommenden Mittwoch im Achtelfinal-Rückspiel im Uefa-Cup zu Gast ist, im Kampf um eine mögliche Teilnahme an der Champions League 2008/2009 weiter im Nacken. Pechvogel des Tages für den Club war vor 44.900 Zuschauern diesmal Zvejzdan Misimovic. Der Mittelfeldregisseur scheiterte in der 42. Minute mit einem Foulelfmeter an HSV-Torhüter Frank Rost.

SID/tis / SID

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