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Superstar provoziert Streit um Ronaldo-Statue in Indien: "Diese Leute hassen Fußball"

Cristiano Ronaldo ist ein sehr lebendiges Denkmal
Cristiano Ronaldo ist ein sehr lebendiges Denkmal
© Owen Humphreys / DPA
Ronaldo provoziert: Eine Statue des Fußballers in der indischen Provinz Goa hat Proteste ausgelöst. Kritiker bemängeln, dass keine einheimischen Fußballer geehrt werden. Zudem sei der Superstar aus Portugal, der ehemaligen Kolonialmacht des Bundestaates.

Fußball-Superstar Ronaldo hat weltweit viele Fans. Deshalb wollten sie den Torjäger von Manchester United auch in Indien ehren. Im Bundesstaat Goa haben sie ihm zu diesem Zweck eine Statue hingestellt, in Gold natürlich. Das Denkmal, das rund 14.000 Euro gekostet habe soll und schon vor der Pandemie geplant gewesen sei, kommt allerdings nicht bei allen Menschen in Goa gut an.

Die Statue soll eigentlich die Liebe zum Fußball fördern und junge Menschen inspirieren, besser Fußball zu spielen, schrieb Michael Lobo, ein Minister im besagten Bundesstaat Goa, hochtrabend auf Twitter.

Ronaldo-Statue: Proteste mit schwarzen Flaggen

Doch statt blanker Bewunderung gab es einen Tag nach der Einweihung der mehr als 400 Kilo schweren Statue des portugiesischen Superstars Proteste mit schwarzen Flaggen vor Ort. Das berichtete die indische Nachrichtenagentur IANS am Mittwoch.

Die Protestierenden hätten kritisiert, dass nicht einheimische Fußballspieler geehrt würden. Außerdem sahen sie die Statue als Beleidigung an, weil Goa bis vor 60 Jahren eine portugiesische Kolonie war, die erst Jahre nach dem Ende der britischen Besetzung Indiens die Freiheit erlangte.

Indien ist ein Kricket-Land

Minister Lobo sagte dazu IANS, dass diese Leute einfach Fußball hassen würden. In Indien ist Kricket zwar mit Abstand der beliebteste Sport, Fußball genießt aber in einigen Gegenden wie auch in Goa mehr Beliebtheit. Das Land ist so auch trotz seiner Größe – mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern – schlechter im Fußball als viele andere Länder, sagte Lobo der indischen Presseagentur ANI.

tis DPA

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