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Testspiel: Bayern ohne Glanz und ohne Tore

Nullnummern beim Van-Gaal-Debüt: Das erste Spiel unter dem neuen Trainer Louis van Gaal lief für die Spieler des FC Bayern München anders als gewünscht. Beim torlosen Unentschieden gegen Red Bull Salzburg liefen die Bayern mit einer Raute im Mittelfeld auf. Ausgerechnet Neuzugang Mario Gomez hatte den Siegtreffer auf dem Fuß.

Bayern München hat im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Louis van Gaal noch keinen Fußball-Glanz verbreitet. Der deutsche Fußball-Rekordmeister musste sich am Freitagabend bei Österreichs Champion Red Bull Salzburg mit einem torlosen Unentschieden begnügen. Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Salzburger Red Bull Arena fehlten auf dem ungewohnten Kunstrasen-Platz nicht nur die zündenden Ideen des angeschlagenen Top-Stars Franck Ribéry im Mittelfeld.

"Ich hoffe, dass wir ein bisschen sehen, was wir trainiert haben", hatte van Gaal vor dem ersten Test in der Vorbereitung angekündigt. Deutlichste Veränderung nach erst zehn Arbeitstagen war die Raute im Mittelfeld - allerdings ohne den an einer Schleimbeutel-Entzündung laborierenden Ribéry hinter den Spitzen Mario Gomez und Miroslav Klose. Die einzigen hochkarätigen Torchancen hatte Neuzugang Gomez, dem an seinem 24. Geburtstag der Premieren-Treffer im Bayern-Trikot aber versagt blieb. Einen Schuss aus der Drehung konnte Torwart Eddie Gustafsson parieren (35. Minute). Bei der zweiten Torchance verfehlte der ehemalige Stuttgarter das Tor knapp aus spitzem Winkel (40.).

Gomez konnte seine Torgefährlichkeit andeuten. Als zweiter der fünf eingesetzten Neuzugänge (Ivica Olic fehlte gesperrt) bewies der Ukrainer Anatoli Timoschtschuk mit Übersicht und Ballsicherheit, dass er ebenfalls eine Verstärkung sein dürfte. Zentral vor der Abwehr agierte allerdings Kapitän Mark van Bommel. Zur Pause wechselte van Gaal die Startelf, bei der Jörg Butt das Tor hütete, komplett aus.

Die vom früheren Bundesliga-Trainer Huub Stevens trainierten Salzburger hatten bei ihrer Generalprobe für das Champions-League- Qualifikationsspiel gegen Bohemians Prag insbesondere Pech bei einem Pfostenschuss von Sasa Ilic (30.). Den meisten Applaus gab es schon nach 15 Minuten, als der 37-jährige Niko Kovac, der in der Bundesliga für Bayern München, Bayer Leverkusen, Hertha BSC und den Hamburger SV aktiv war, nach einem letzten Kurz-Einsatz für Red Bull seine Profi-Karriere beendete und auf einer Ehrenrunde Abschied nahm.

Von Klaus Bergmann, DPA / DPA

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