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Testspiel in Gladbach Randale beim Istanbuler Derby


Fußballgewalt im Borussia-Park: Wüste Ausschreitungen überschatteten am Mittwochabend das Testspiel zwischen den türkischen Traditionsklubs Galatasaray und Fenerbahce. Die Veranstalter unterschätzten das Event in Mönchengladbach.

Drei Verletzte und sieben Festnahmen sind die Bilanz des Fußball-Testspiels der Istanbuler Spitzenvereine Galatasaray und Fenerbahce (0:1) am Mittwochabend in Mönchengladbach. "Es war eine extreme Situation", sagte am Donnerstag Willy Theveßen, Sprecher der Mönchengladbacher Polizei. Während der Partie vor 34 191 Zuschauern im Borussia-Park wurden mehrfach Feuerwerkskörper gezündet. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) musste die Partie nach einer halben Stunde wegen des massiven Abbrennens von Feuerwerkskörpern für zehn Minuten unterbrechen.

Veranstalter Galatasaray hatte die Situation im Vorfeld offenbar unterschätzt. Die Türken hatten das Stadion vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach gemietet, aber nur mit 25 000 Zuschauern gerechnet. "Wir hatten Erkenntnisse, dass eine Vielzahl der Besucher Pyrotechnik mitführen", sagte Theveßen. Trotz Kontrollen durch den Ordnungsdienst wurden im Stadion etliche Feuerwerkskörper abgebrannt. Nach Polizeiangaben erlitt eine 19 Jahre alte Besucherin am gesamten Rücken schwere Verbrennungen. Von leichteren Brandverletzungen waren zwei weitere Fans betroffen. Die Polizei nahm insgesamt sieben Verdächtige vorübergehend fest.

Galatasaray bereitet sich derzeit im niederländischen Venlo auf die nächste Saison vor, Fenerbahce trainiert im belgischen Genk. Als Fenerbahce am 16. Mai überraschend die türkische Meisterschaft verpasst hatte, war es in Istanbul zu schweren Ausschreitungen gekommen. Im Testspiel in Gladbach gelang Andre Dos Santos (30. Minute) der Siegtreffer für Fenerbahce, das nach einer Gelb-Roten Karte gegen Selcuk Sahin (14.) über 75 Minuten lang in Unterzahl agieren musste.

DPA/dab DPA

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