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Torwart-Debatte im DFB-Team: Lehmann legt nach

Jens Lehmann hat sich erneut zur Torwart-Debatte in der Nationalelf geäußert. Auf die wüsten Beleidigungen von Bremens Tim Wiese reagierte der Stuttgarter Keeper hingegen cool und verwies auf den Verhaltenskodex der Nationalmannschaft - seinen Konkurrenten Adler und Neuer attestierte er "sehr, sehr großes Potenzial".

Jens Lehmann hat in der neu entflammten Debatte um den Platz im Tor der deutschen Fußball-Nationalelf nachgelegt. "Meine Aussage, dass ich abwarte, ob Bedarf sein wird, bleibt bestehen", sagte der 39 Jahre alte Keeper des VfB Stuttgart dem "kicker". Lehmann, der im EM-Finale 2008 sein letztes Länderspiel bestritt, spekuliert auf eine Rückkehr bei der Weltmeisterschaft in Südafrika im kommenden Jahr. Bundestrainer Joachim Löw hatte der Hoffnung des Routiniers auf ein Comeback zuletzt neue Nahrung gegeben. Zwar sei Lehmann "jetzt kein Thema", sagte Löw. "Aber natürlich kann es Verletzungen oder auch Formkrisen geben", fügte der Coach hinzu.

Den verbalen Angriff seines Bremer Rivalen Tim Wiese, der Lehmann als "völlig überschätzt und abgedreht" bezeichnet hatte, konterte der Stuttgarter nüchtern. "Es gibt einen Verhaltenskodex innerhalb der Nationalelf. Das wird der DFB regeln. Ich möchte auf Beleidigungen nicht reagieren", erklärte der 61-malige Nationalspieler. Wiese ist neben dem Leverkusener René Adler und Robert Enke von Hannover 96 Kandidat für die Nummer 1 im deutschen Tor. Auch der Schalker Manuel Neuer könnte noch in den Kampf um den WM-Stammplatz eingreifen.

Lehmann bescheinigte dem 24 Jahre alten Adler und dem 23-jährigen Neuer "sehr, sehr großes Potenzial", meinte jedoch, beide seien "noch ein bisschen jung". Routinier Enke, der angeblich auf der Wunschliste des FC Bayern München steht, legte der VfB-Keeper einen Wechsel nahe: "Er ragt bei Hannover heraus. Ihm wäre es zu gönnen, bei einer Spitzenmannschaft zu spielen."

DPA / DPA

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