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Torwartfrage: "Lehmann wird nicht mehr wechseln"

Die kritische Situation von Jens Lehmann beim FC Arsenal entspannt sich weiter: Nach einer fehlerlosen Vorstellung im englischen Prestige-Wettbewerb "FA-Cup" hat Trainer Wenger dem Nationalkeeper weitere Einsätze in Aussicht gestellt - auch im nächsten Pokalkracher. Ein Wechsel scheint vom Tisch.

Jens Lehmann kann sein Leistungsvermögen im Pokal-Kracher gegen Manchester United unter Beweis stellen und mit weiteren Einsätzen für den FC Arsenal die Basis für einen Stammplatz im Tor der deutschen Fußball-Nationalelf bei der Europameisterschaft legen. Im "FA-Cup" muss der deutsche Nationalkeeper mit den "Gunners" am 16./17. Februar zum Hit im Old-Trafford-Stadion bei ManU antreten. Das ergab die Achtelfinal-Auslosung am Montag in London.

Dass Lehmann bei diesem Härtetest zum Zuge kommen wird und trotz seines aktuellen Status als Nummer 2 hinter dem Spanier Manuel Almunia die nötige Spielpraxis sammeln kann, hat Arsene Wenger ihm zugesagt. "Jens weiß: Jede Runde weiter im Pokal bedeutet ein Spiel mehr für ihn", sagte Wenger und lobte den 38 Jahre alten Deutschen: "Er trainiert sehr gut. Es wird für die Gegner schwer, ihn zu überwinden".

"Absoluter Leistungsträger"

Joachim Löw gibt ihm zwar weiterhin keine Stammplatz-Garantie für die EURO, stellte sich aber beim EM-Workshop in Frankfurt/Main am Montag ebenfalls hinter den Routinier. "Im Moment ist es so, dass Jens von uns absolutes Vertrauen genießt", sagte der Bundestrainer über den "absoluten Führungsspieler, der Einfluss hat". Dessen Rolle als Edelreservist im Verein bereitet Löw keine Sorge. Im Gegenteil: "Jens ist für uns ein sehr wertvoller Spieler. Er hat bei Arsenal zuletzt nicht regelmäßig gespielt, aber in den Länderspielen im letzten halben Jahr war er ein absoluter Leistungsträger", befand Löw. Er habe oft mit Lehmann gesprochen und war eingeweiht in alle Wechselmöglichkeiten. Löw: "Lehmann wird nicht mehr wechseln."

Lehmanns Rechnung kann aufgehen

"Ich denke, ich kann mit Arsenal noch etwas gewinnen", zitierte in diesem Zusammenhang die "Bild"-Zeitung (Montag-Ausgabe) Lehmann, der seine Position als Nummer 1 im Tor des DFB-Teams vor Timo Hildebrand (FC Valencia) und Robert Enke (Hannover 96) weiter verteidigen will. Während seine Rivalen jedoch bei ihren Clubs in der spanischen Primera Division bzw. Bundesliga Stammkräfte sind, kann Lehmann nur im FA-Cup und bei Länderspielen Spielpraxis erwerben. Und dennoch kann seine Hochrechnung aufgehen: Selbst wenn er in der Premier League in dieser Saison überhaupt nicht mehr zum Zuge kommen sollte, könnte er bis zur EM-Endrunde im Juni in Österreich und der Schweiz noch auf acht Einsätze kommen.

Denn inklusive des Endspiels sind im FA-Cup-Wettbewerb noch vier Spiele zu absolvieren. Zudem tritt Löws Mannschaft vor der EM noch zu vier Test-Länderspielen an: Am 6. Februar in Wien gegen Österreich, am 26. März (offen) gegen die Schweiz, am 27. Mai in Kaiserslautern gegen Weißrussland und am 31. Mai in Gelsenkirchen gegen Serbien.

DPA/kbe

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