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Trainersuche: Beckenbauer findet Mourinho gut

Als erster Bayern-Offizieller hat sich Franz Beckenbauer über die Hitzfeld-Nachfolge geäußert. Der Bayern-Präsident sagte, er könne sich den Portugiesen Jose Mourinho als Trainer vorstellen - wenn der einen Sprachkurs macht.

"Warum nicht? Er könnte bis zum Sommer noch einen Sprachkurs machen", erklärte der Bayern-Präsident in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. Als Voraussetzung für die Übernahme des Trainerpostens beim deutschen Fußball-Rekordmeister führte er an, dass der Neue "ein ausgebuffter Taktiker" sein sollte, "der bereits Erfahrung gesammelt hat und die deutsche Sprache beherrscht. Unsere Mannschaft braucht einen Hochkaräter".

Welcher Trainer wäre der beste für die Bayern?

Der 44-jährige Mourinho hatte nach seinem Abschied vom FC Chelsea im September 2007 angekündigt, er wolle schon bald wieder einen Spitzenclub in Deutschland, Spanien oder Italien übernehmen und dafür auch die jeweilige Sprache lernen. Ein Angebot des englischen Fußballverbandes FA, nach der Entlassung von Steve McClaren die Nationalmannschaft zu übernehmen, hatte er abgelehnt. Mourinhos größter Erfolg war der Gewinn der Champions League 2004 mit dem FC Porto. Mit dem FC Chelsea wurde er zwei Mal (2005 und 2006) englischer Meister.

Auch über den Italiener Marcello Lippi wird spekuliert

Neben dem portugiesischen Starcoach werden zahlreiche andere Trainer als mögliche Nachfolger von Hitzfeld gehandelt, der am Saisonende seine zweite Dienstzeit in München beenden wird. Die italienische Zeitung "La Stampa" bringt Marcello Lippi mit den Bayern in Verbindung. Italiens Weltmeister-Trainer ist derzeit Co-Kommentator beim Fernsehen und will im Sommer wieder ein Traineramt übernehmen.

"Es gibt genauso andere vorstellbare Kandidaten", sagte auch Beckenbauer, der die "täglichen neuen Spekulationen" um Hitzfelds Nachfolger allerdings als Nachteil empfindet, weil sie "im Team für Unruhe sorgen könnten". Er selbst falle als Hitzfeld-Erbe aus: "Um Gottes Willen. Der Einzige, den ich ausschließen kann, bin ich." Für die Trainer-Suche seien Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß verantwortlich, ergänzte der Präsident: "Mit uns im Aufsichtsrat wird die Entscheidung dann am Ende abgestimmt."

Beckenbauer: Hitzfeld bleibt bis zum Sommer

Beckenbauer zweifelt nicht daran, dass sich Hitzfeld bis zum Ende seines Vertrages am 30. Juni 2008 voll mit dem FC Bayern identifizieren wird. "Dass Ottmar Charakter hat und bis zum letzten Tag alles geben wird für den Erfolg, wissen wir", sagte er, "die Spieler müssen die Charakterfrage in den nächsten Monaten selbst beantworten. Ich hoffe auf die richtige Art." Und für Hitzfeld selbst habe die früh öffentlich gemachte Entscheidung auch etwas Gutes: "Er muss auf nichts und niemanden mehr Rücksicht nehmen."

DPA / DPA

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