Vertragsverlängerung Hildebrand bleibt doch beim VfB


Der Vertragsstress der letzten Wochen gehört nun der Vergangenheit an: Nationaltorwart Timo Hildebrand hat die Kehrtwende vollzogen und bleibt doch beim VfB Stuttgart - zumindest bis 2007.

Nationaltorwart Timo Hildebrand hat die Kehrtwende vollzogen und bleibt nun doch beim VfB Stuttgart. Der 25-Jährige verlängert seinen bei dem schwäbischen Fußball-Bundesligisten zum Saisonende auslaufenden Vertrag um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2007. Dies bestätigte der VfB am Samstag. Der neue Kontrakt, der nach der Begegnung gegen den 1. FC Kaiserslautern unterschrieben werden sollte, enthält offenbar keine Ausstiegsklausel. Entsprechende Zeitungsberichte bestätigte am Samstag VfB-Pressesprecher Oliver Schraft. Mit dieser Entscheidung ging ein wochenlanges Hickhack zu Ende. Hildebrand kam damit auch einem erneuten Ultimatum seines Trainers Matthias Sammer nach, der seinen Keeper aufgefordert hatte, sich bis zum Samstag zu entscheiden und zuletzt sichtlich verärgert auf die ständige Unruhe im Verein reagiert hatte.

Berater an geplatzen Verhandlungen mit schuldig

Der VfB hatte am 17. Januar die Verhandlungen mit Hildebrand platzen lassen, nachdem dessen serbischer Berater Dusan Bukovac nach Angaben von Präsident Erwin Staudt "immer neue Forderungen" gestellt hatte. Nach Medienberichten hatte der derzeitige Tabellendritte seinem Schlussmann einen mit jährlich 1,8 Millionen Euro dotierten Vertrag bis 2010 angeboten. Der Keeper stand daraufhin als Abzocker da und musste sich zum Rückrundenauftakt herbe Kritik in den Medien und von den Fans gefallen lassen.

Der frühere VfB- und heutige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder versuchte danach als Vermittler, beide Parteien nochmal an einen Tisch zu bekommen. Zumal Hildebrand immer betont hatte, dass er seine Zukunft in Stuttgart sieht. Bundestrainer Jürgen Klinsmann sprach sich ebenfalls für ein Bleiben des zweimaligen Nationalspielers in Stuttgart aus.

Planungssicherheit für WM 2006

Nun hat Hildebrand auch Planungssicherheit, was die Weltmeisterschaft 2006 angeht. Ein Neuanfang im Ausland hätte für die derzeitige Nummer drei im deutschen Tor ein Risiko bedeutet. Am Freitag hat Sammer die Mannschaft über Hildebrands Bleiben informiert. Nach Kevin Kuranyi, Alexander Hleb und Andreas Hinkel hat der VfB nun einen weiteren Jungstar an sich gebunden. Nationalstürmer Kuranyi und der weißrussische Spielmacher Hleb haben jedoch eine Ausstiegsklausel. Wenn der Verein die Qualifikation zur Champions League erneut verpasst, droht ihm der Abgang des einen oder anderen Jungstars.

Ulrike John/DPA DPA

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