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VfB Stuttgart: Bangen um Kevin Kuranyi

Für den VfB Stuttgart hat der 3:1-Sieg bei Ujpest Budapest einen bitteren Beigeschmack: Top-Stürmer Kevin Kuranyi musste nach einem brutalen Foul ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Der VfB Stuttgart hat seine Erfolgsserie auch auf internationalem Parkett fortgesetzt, muss seinen 3:1 (2:0)-Sieg bei Ujpest Budapest aber vermutlich teuer bezahlen. Der Tabellenfüherer der Fußball-Bundesliga kann nach dem verdienten Erfolg im Erstrunden- Hinspiel zwar bereits für die lukrative Gruppenphase des neu gestalteten UEFA-Pokals planen, muss aber wohl wochenlang auf seinen Top-Torjäger Kevin Kuranyi verzichten. Matchwinner für die Schwaben war der zweifache Torschütze Cacau (25. und 90.), Nagy war der Ehrentreffer für die Ungarn gelungen (63.).

Nach einem bösen Foul von Gabor Nagy wurde der zuvor zum 2:0 (30.) Kuranyi in ein Budapester Krankenhaus eingeliefert. Eine erste Untersuchung ergab, dass sich der Nationalstürmer keine Knochenverletzung zugezogen habe, wie VfB-Pressesprecher Oliver Schraft bekannt gab. Ob Kuranyi den befürchteten Abriss des Syndesmodesbandes erlitten hat und damit für mehrere Wochen ausfällt, soll eine Kernspintomografie am Freitagnachmittag in Stuttgart zeigen.

Stuttgart war drückend überlegen

Die ganz in Weiß auflaufenden Stuttgarter nahmen vor rund 8000 Zuschauern im Megyeri-uti-Stadion von Beginn an das Heft in die Hand. Angetrieben von ihrem prächtig aufgelegten Mittelfeld um den Weißrussen Alexander Hleb ließen sie den Gastgebern keinen Raum zur Entfaltung und erspielten sich bereits in der Anfangsphase eine Reihe zum Teil hochkarätiger Torgelegenheiten. Allerdings wurde es den Schwaben von der häufig indisponierten auch nicht allzu schwer gemacht, ihr Kombinationsspiel aufzuziehen.

In der 25. Minute war es dann Cacau, der nach uneigennütziger Kopfballablage von Kuranyi die überfällige Führung erzielte. Damit gab der Brasilianer Coach Sammer Recht, der ihm überraschend den Vorzug vor Imre Szabicz gegeben und dem 23-jährigen Ungarn damit einen 90-Minuten-Einsatz in seiner Heimat verwehrt hatte. Nur fünf Minuten später bediente Hleb nach einem feinen Sololauf Kuranyi, der mühelos auf 2:0 erhöhte.

Glück in der Schlussphase

Doch die Freude über den Treffer wurde getrübt, als Kuranyi von Gabor Nagy rüde von den Beinen geholt wurde (52.). Nach kurzer Behandlungspause humpelte der Nationalstürmer mit Schmerz verzerrtem Gesicht und gestützt von zwei Helfern in die Stadion-Katakomben und wurde durch den mit Pfiffen empfangenen Szabicz ersetzt.

Überhaupt war die Partie in der zweiten Spielhälfte zerfahrener. Der Stuttgarter Spielfluss war ein Stück weit dahin und der 20-fache ungarische Meister kam besser ins Spiel. Fast folgerichtig erzielte Nagy in der 63. Minute den Anschlusstreffer. In einer turbulenten Schlussphase verhinderte der Pfosten und Torhüter Dirk Heinen, der für den verletzten Stammtowart Timo Hildebrand zwischen den Pfosten stand, den möglichen Ausgleich. Dann machte Cacau alles klar.

Marc Zeilhofer/DPA / DPA

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