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VfB Stuttgart: Huntelaar-Deal geplatzt, Brasilianer im Visier

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Mario Gomez hat der VfB Stuttgart den nächsten Rückschlag erlitten. Nachdem zuletzt schon der Transfer mit Demba Ba gescheitert war, beendete der VfB nun auch die Verhandlungen mit Klaas-Jan Huntelaar von Real Madrid. Als neuer Favorit gilt nun ein Brasilianer.

"Wir wollten Klaas-Jan Hunterlaar verpflichten, weil er mit seiner Spielweise sehr gut in unsere Mannschaft gepasst hätte. Aber wir sind nicht bereit, uns hinhalten zu lassen", sagte Sportdirektor Horst Heldt nach dem geplatzten Deal. Nach Informationen der Schwaben hatte der niederländische Nationalspieler die gemeinsam vereinbarte Frist für eine definitive Entscheidung über einen Wechsel zum VfB nicht eingehalten, "weil er sich mit seinem derzeitigen Verein Real Madrid nicht auf eine Vertragsauflösung verständigen konnte". Zuvor hatte die spanische Sportzeitung "Marca" gemeldet, Huntelaar habe abgesagt, obwohl er zunächst seine Zusage gegeben habe. Er bevorzuge einen Wechsel in die Premier League zum FC Arsenal und zum FC Chelsea.

Vagner Love im Visier

Der 25 Jahre alte Huntelaar galt als Wunschspieler von Trainer Markus Babbel. Der VfB hatte sich mit Real Madrid sogar schon über die Ablösemodalitäten geeinigt. Bis zu 20 Millionen Euro wäre den Schwaben der Wechsel wert gewesen. Huntelaar war zuletzt auch immer wieder mit Tottenham Hotspur und dem FC Arsenal aus der Premier League in Verbindung gebracht worden. Angeblich favorisiert er einen Wechsel nach England.

Durch die Absage an Huntelaar ist nun offensichtlich der Brasilianer Vagner Love von ZSKA Moskau wieder erste Wahl als Gomez-Nachfolger, der für über 30 Millionen Euro zu Bayern München gewechselt war. Heldt hatte schon erklärt, dass der VfB "an mehreren Fronten" tätig sei. Vagner Love bekundete seinerseits sein Interesse. Dessen Berater Hendrik Hoppenworth bestätigte wiederum Kontakte zu Heldt. Allerdings soll auch Olympique Lyon mitbieten.

Lehmann ungeduldig

Unter Druck steht der VfB bei der Suche nach einem neuen Stürmer allemal. In gut einer Woche steht im DFB-Pokal das erste Pflichtspiel an. Am 7. August starten die Stuttgarter mit dem Auswärtsspiel beim deutschen Meister VfL Wolfsburg in die neue Bundesliga-Saison. Zudem warten im August noch zwei eminent wichtige Qualifikationsspiele zur Champions League.

Zuletzt hatte schon Torwart Jens Lehmann die Verantwortlichen aufgefordert, die Gomez-Millionen möglichst schnell zu reinvestieren. "Wir brauchen noch Verstärkungen. Nur mit einem Ersatz für Mario schafft man es nicht. Da braucht man schon noch etwas mehr", sagte der 39 Jahre Ex-Nationalspieler. In Cacau und Ciprian Marica stehen derzeit nur zwei erfahrene Angreifer im VfB-Kader. Dazu kommen noch die beiden Talente Julian Schieber und Alessandro Riedle.

Insgesamt haben die Suttgarter erst rund zwei Millionen in Stefano Celozzi vom Karlsruher SC und Nachwuchsmann Riedle investiert. Der Rest des Transfererlöses für Gomez steht noch zur Verfügung, nachdem zuletzt schon der Wechsel von Mittelfeldspieler Milan Jovanovic an den zu hohen Ablöseforderungen von Standard Lüttich gescheitert war.

sid/kbe

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