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Wechselbörse: Ballacks Zukunft bleibt ungewiss

Kein Blitztransfer von Michael Ballack zum FC Barcelona vorm EM-Start: Uli Hoeneß betonte, der Verein und nicht die Spieler entschieden, ob sie blieben. Ein klares Bekenntnis zum Spieler gab der Bayern-Manager nicht ab.

Rudi Völlers Wunsch, alle offenen Personalien vor Beginn der EM zu klären, bleibt unerfüllt. Aus einem Blitztransfer von Michael Ballack zum FC Barcelona wird nichts werden. Bayern-Manager Uli Hoeneß betonte in einem Interview mit "Sport-Bild", der Verein und nicht die Spieler entschieden, ob sie blieben. Ein eindeutiges Bekenntnis gab der Bayern-Manager allerdings nicht ab. Nur: "Wir sind mit allem auf einem wunderbaren Weg".

Barca bietet 12 Millionen

Ballacks Berater Michael Becker hatte zu Wochenbeginn die Möglichkeiten eines Wechsels mit Barcelonas Vize-Präsidenten Sandro Rosell ausgelotet. Ballack selbst habe nach Informationen der spanischen Zeitung "El Mundo" sein Jawort gegeben. Barca biete angeblich für den 41-maligen Nationalspieler zehn bis zwölf Millionen Euro. Nach "kicker"-Informationen will die Bayern-Führung erst bei der doppelten Summe über einen Verkauf nachdenken.

Ballack selbst äußerte sich offiziell nur vage zu dem Angebot aus Spanien. "Ich habe einen Vertrag in München, mehr sage ich nicht dazu", erklärte Ballack vor Abflug der deutschen Nationalmannschaft nach Portugal.

Während sich der Spieler auf die Europameisterschaft konzentriert, forciert Becker hinter den Kulissen eine rasche Klärung mit den Bayern. Das Herumeiern der Bayern müsse endlich ein Ende haben. Es gebe weder ein kalres Go, noch ein klares Bekenntnis zum Spieler, sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

Sollte Michael Ballack zu einem anderen Verein wechseln?

Solange die anvisierte Verpflichtung des Portugiesen Deco vom Champions- League-Sieger FC Porto und des Dortmunders Torsten Frings noch nicht unter Dach und Fach ist, wird der FC Bayern wohl noch zögern. Ballack ist für den neuen Trainer Felix Magath ein wichtiger Baustein bei dem sportlichen Neuanfang.

Ein Neuanfang ohne Kapitän Oliver Kahn, den es auch ins Ausland zieht, ist offenbar auch nicht im Sinne der Bayern-Führung. Im Falle des Nationaltorhüters nannte Hoeneß erstmals eine Zahl als mögliche Schmerzgrenze. "Wenn morgen jemand kommt und 30 Millionen Euro bietet, dann denke ich darüber nach", sagte der Bayern-Manager.

Klaus Bergmann, Eric Dobias (DPA) und Christoph Marx

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