Werder Bremen Allofs übernimmt Borns Job


Sportdirektor Klaus Allofs übernimmt bei Werder kommissarisch den Vorsitz der Geschäftsführung und tritt damit die Nachfolge von Klub-Chef Jürgen L. Born an, der seine Ämter ruhen lässt. Der Grund: 2001 beim Transfer des Peruaners Roberto Silva von Sporting Cristal Lima zu Werder soll es zu finanziellen Ungereimtheiten gekommen sein.

Werder Bremen hat auf die Entscheidung seines Vorsitzenden der Geschäftsführung, Jürgen L. Born, seine Ämter wegen bestehender Vorwürfe der Untreue ruhen zu lassen, reagiert und dessen Aufgaben an die beiden weiteren Geschäftsführer Klaus Allofs und Manfred Müller übergeben. "Damit haben wir sichergestellt, dass das Tagesgeschäft ohne Einschränkungen aufrechterhalten wird", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Willi Lemke am Montag in einer Pressemitteilung.

Nach Vereinsangaben wird der Geschäftsführer Profifußball, Klaus Allofs, zusätzlich kommissarisch den Bereich Öffentlichkeitsarbeit und den Vorsitz der Geschäftsführung von Born übernehmen. Manfred Müller verantwortet neben der Sparte Marketing und Management nun kommissarisch auch den Bereich Finanzen.

Der 68-jährige Born hatte sich am Samstag vorerst aus seinen Ämtern zurückgezogen, weil ihm Untreue im Zusammenhang mit dem Transfer des Spielers Roberto Silva vorgeworfen wird. Nach peruanischen Medienberichten soll Born bei dem Transfer des Peruaners, der im Sommer 2001 von Sporting Cristal Lima zu Werder Bremen kam, Geld erhalten haben. Den Vorwurf hat Born zurückgewiesen. Werder will einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer mit der Untersuchung der Angelegenheit beauftragen.

DPA/kbe


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