Pressestimmen zum Spiel "Jetzt wartet deutsche Kriegsführung"


Glücklich und unzufrieden zugleich: Die Reaktionen nach dem letzten Vorrundenspiel der DFB-Elf gegen Ghana sind auf Seiten der Deutschen durchwachsen. Bei den unterlegenen Ghanaern überwiegt die Freude über das Erreichen der nächsten Runde.

Im Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika kommt es zu einem echten Klassiker: Deutschland trifft auf England. Die britische Presse bringt sich vor dem Duell der Duelle schon einmal in Position. Die besten Kommentare zur Achtelfinal-Begegnung:

Guardian, England: "Capellos Mission ist erfüllt - jetzt wartet ein alter, gut bekannter Feind"

The Sun, England:

"Defoe bringt die "Three Lions" ins Achtelfinale - jetzt wartet die deutsche Kriegsführung"

Independent, England:

"Deutschland sorgt mit dem Sieg gegen Ghana für eine Achtelfinalpaarung, die einem das Wasser im Munde zusammen laufen lässt"

Marca, Spanien:

"Das Kreuz des Todes: Deutschland gegen England"

L'equipe, Frankreich:

"Deutschland gegen England - der Schock!"

Die Stimmen zum Spiel:


Bundestrainer Joachim Löw: "Das war ein unglaublich intensives Spiel, in dem viele Dinge nicht so geklappt haben. Aber letztendlich sind wir eine Runde weiter. Manuel Neuer hat zwei-, dreimal hervorragend gehalten, es war eine große Leistung von ihm. Das Achtelfinale wird eine Klassebegegnung, wir freuen uns drauf."

Trainer Milovan Rajevac (Ghana): "Deutschland hat ein exezellentes Team. Wir hatten unsere Chancen und haben uns qualifiziert, das ist die Hauptsache."

Kapitän Philipp Lahm:

"Es war auch Glück dabei. Der Druck war groß, aber wir haben ihm standgehalten. Für uns war es ein besonderes Spiel, denn wir wollten unbedingt ins Achtelfinale. Das haben wir geschafft. Das Duell gegen England ist natürlich ein Klassiker. Die Vorfreude darauf ist groß. Wir schauen zuversichtlich nach vorne. Aber wir wissen, dass wir einiges besser machen müssen." <Andre Ayew (Ghana): "Wir haben gekämpft bis zum Schluss. Für den Sieg war es nicht genug. Aber es hat gereicht, um die nächste Runde zu erreichen. Wir hatten viele Chancen. Wichtig ist, dass wir weiter sind."

Mesut Özil:

"Wir wussten, dass es gegen Ghana sehr schwer wird. Ich denke, wir haben verdient gewonnen. Ich musste schon vor der Halbzeit das 1:0 machen. Dass ich diese Chance vergeben habe, war sehr bitter für mich. Aber ich wusste, dass ich noch ein Tor mache. Heute hat für uns die K.o.-Runde schon angefangen."

Jerome Boateng:

"Wir haben schwer ins Spiel hineingefunden. Auch bei den Pässen waren wir nicht so sicher wie gewohnt. Aber wir haben eine gute Mannschaftsleistung gebracht, und das ist das wichtigste."

Hans Sarpei (Ghana/Bayer Leverkusen):

"Wir sind eine Runde weiter und sind glücklich darüber. Natürlich ist das eine Niederlage gewesen, da ist die Stimmung schon gedrückt, aber wir freuen uns trotzdem. Der Liebe Gott weiß vielleicht, warum wir jetzt gegen die USA spielen. Man weiß aber nicht, ob das einfacher ist als gegen England."

DFB-Präsident Theo Zwanziger:

"Die Mannschaft hat sich schwergetan. Ich hatte das Gefühl, da fehlte das Selbstbewusstsein. Ghana war keine Übermannschaft. Aber ich glaube, gegen England wird es eine Leistungssteigerung geben. Das ist eine junge Mannschaft, und das ist möglich. Ich denke, wir werden noch ein bisschen weiterkommen."

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff:

"Vielleicht ist es ein Vorteil, gegen England nicht der absolute Favorit zu sein. Gut, dass die erste Probe bestanden ist. Das gibt Sicherheit."

Franz Beckenbauer:

"Gegen England kann man sich viel besser einstellen als gegen die wuseligen Afrikaner. Die haben eine ähnliche Spielweise und einen ähnlichen Spirit. Ich bin optimistisch."

DPA/SID/feh DPA

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