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Einlaufkind beim WM-Finale Lucas aus Laboe trickste sich ins Maracana


Wenn am Sonntag der Jubel in Rio de Janeiro erstmals aufbrandet, wird Lucas Freigang aus Schleswig-Holstein den Rasen betreten. An der Seite eines Nationalspielers wird sein Traum von der WM wahr.

Einmal an der Hand von Nationalspieler Thomas Müller ins Stadion einlaufen. Das war der Traum von Lucas Freigang. Für den Jungen aus Laboe in Schleswig-Holstein erfüllt sich beim Finale nun möglicherweise sein Wunsch. Der Zehnjährige gehört beim Endspiel mit dem DFB-Team am Sonntagabend (21.00 Uhr) zu den Einlaufkindern. "Ich freue mich darauf schon die ganze Zeit", sagte der Junge vor der Abreise in Deutschland. Am Donnerstagabend stieg er in Begleitung seines Vaters Helmut in Frankfurt am Main in den Flieger, um Richtung Rio de Janeiro zu starten.

Lucas hat die Reise nach Brasilien bei einem Gewinnspiel gewonnen, für das er sich mit einem Video beworben hatte. Den Clip mit jeder Menge Samba-Fußballkunst hatten er und seine Familie im Urlaub in Port de Sóller auf Mallorca gedreht. Bereits vor sechs Wochen hat er davon erfahren. "Jetzt fange ich langsam an, es auch zu glauben", sagte er.

Seine Lieblingsposition sei der Sturm, sagte der Schüler und fügte hinzu: "Aber eigentlich spiele ich überall." Er kickt in der D-Jugend des VfR Laboe. Nach dem Einlaufen wird er das Spiel an der Seite seines Vaters von der Tribüne aus verfolgen. Am 16. Juli kehren Vater und Sohn nach Deutschland zurück.

Schwester Laura spielt in der U16-Nationalelf

Auch die Schwester von Lucas träumt bereits von der WM – allerdings ihrer eigenen. Laura Freigang spielt in der der deutschen U16-Nationalmannschaft und könnte es möglicherweise einmal zum Frauen-Turnier schaffen.

Doch zunächst darf ihr kleiner Bruder im Maracana die ganz große Fußballbühne betreten. Als einziges deutsches Einlaufkind ist er dabei - und hat sich schon etwas ganz besonderes ausgedacht, um aufzufallen: "Ich habe mir beim Champions-League-Finale die Einlaufkinder genau angeschaut. Dabei habe ich einen gesehen, der in die Kamera gezwinkert hat. Das will ich auch machen", sagte er den "Kieler Nachrichten". Zuvor steht in Rio sogar auch noch ein Fußball-Spiel zwischen den Einlaufkindern und eine Stadionbesichtigung des Maracanas auf dem Programm.

nck/DPA DPA

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