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DFB-Elf nach Test gegen Chile: Bedingt bereit

Die Nationalmannschaft gewinnt zwar 1:0 gegen Chile, doch hinterlässt das Bild einer Elf, die noch lange nicht bereit für Brasilien ist. Das Rennen um die Stammplätze hat begonnen. Ausgang: ungewiss.

Von Mathias Schneider, Stuttgart

Natürlich haben sie ein bisschen früh gepfiffen, aber man muss das verstehen. Schließlich haben die armen Stuttgarter im Alltag in Sachen Fußball derzeit nicht allzu viel zu lachen, zuletzt hagelte es acht Niederlagen ihres VfB in Folge. Das Stuttgarter Daimlerstadion, es ist für seine treuen Besucher schon lange keine Stätte der Zerstreuung mehr.

Der alte Stuttgarter Löw sollte zumindest für einen Abend die Trübsal des Alltags vergessen machen mit seiner Nationalmannschaft. Doch das Fest fand dann nicht statt. Auch die Nationalelf performte diesmal nicht, wie das heute so schön heißt. Also verdichtete sich der Unmut im Lauf des zweiten Abschnitts zu einem unüberhörbaren Pfeifkonzert, als Mesut Özil kurz vor Schluss das Feld verließ. Der Verteidiger Jerome Boateng nannte es hernach eine "Frechheit".

Nur Chile hatte zuvor wirklich überzeugt, auch wenn am Ende die Deutschen 1:0 durch ein Götze-Tor gewannen. Todesmutig attackierten die Männer um den ehemaligen Leverkusener Arturo Vidal ihre Gastgeber schon an deren Strafraum mit vier Mann und trieben die verdutzte und konfuse DFB-Elf in eine wahre Fehlpassorgie.

Hektisch und verletzlich

Im zweiten Abschnitt drückten sie ihre Gastgeber förmlich in deren Hälfte. Man hat die deutsche Elf lange nicht so hektisch und verletzlich erlebt. Das Langholz wurde eilig aus dem Keller der deutschen Fußball-Geschichte geholt. Hauptsache nach vorn das Ding namens Ball. Körperlich wie technisch zeigte sich Chile deutlich überlegen. Bei der Leidenschaft ebenfalls. Nur die Laune des Spiels verhinderte den gerechten Ausgleich.

Die Fußball-Welt wird genau registriert haben, dass gegen diese Deutschen sehr wohl was geht, wenn man sie nur mit ihren eigenen Waffen konfrontiert. Und ihnen selbstbewusst die Stirn bietet. Sie sind ja nicht die Robustesten mit einem Mittelfeld, in dem am Mittwoch Kroos, Lahm, Götze und Özil ihren Dienst taten, allesamt eher feinfüßig und für Fußballer-Verhältnisse feingliedrig.

Muss man sich also Sorgen machen, gut 100 Tage vor der WM?

Nein. Wer Joachim Löw nach der Partie in den Katakomben erlebte, der macht sich keine Sorgen. Unverschämt entspannt sah er aus, keine Spur von Torschlusspanik. Er hat ja am Montag schon in einer Art Rede zur Lage der Nation deutliche Mahnungen verteilt und sah sich nun bestätigt. Der "eine oder andere" dürfe gern etwas mehr tun. Das Wort "Überwachung" fiel.

Mertesacker spricht von "Lehrstunde"

Seine Rastellis sind ihm wohl ein bisschen zu sorglos unterwegs vor einem Turnier, das für Löw vor allem über die Physis entschieden wird. Ihn sorgt eine Leistung wie gegen Chile zwar nicht, vertraut er doch wie vor jedem Turnier auf die heilende Kraft seiner Löw-Vorbereitung. Allein darin bestätigt, dass er schleunigst die Zügel anziehen muss, sieht er sich allemal. "Man hat gesehen, dass wir in der Lage sein müssen, uns zu verbessern. Die Spieler, die das betrifft, sind informiert."

Zwischenzeitlich war nicht mehr klar, ob seine Elf in den 90 Minuten von Stuttgart durch ihren eher laxen Auftritt seine Mahnungen zu mehr Arbeitseifer untermauern wollte, oder sich in offener Rebellion zu ihm befand. Letzteres muss natürlich ausgeschlossen werden, doch erschrocken hatten sich die Deutschen samt dem Publikum dann doch. Es gibt also tatsächlich ein Fußball-Leben oberhalb der EM-Qualifikation. Löw hat das immer gewusst, aber nun wussten es endlich alle: "Mir muss niemand sagen und weismachen, dass es vielleicht nur in Deutschland die besten Fußballer auf der Welt gibt." Der Verteidiger Merstesacker sprach gar von einer "Lehrstunde".

Hoffnung lag auf dem Bayern-Block

Dabei sollten doch gerade die Wunder-Bayern diese Elf prägen. Von Neuer im Tor über Boateng im Zentrum und Lahm, Kroos, Schweinseiger und Götze im Mittelfeld dominierten sie die Aufstellung. Lag es an der fehlenden Anspannung, dass sich dennoch gerade im Zentrum gewaltige Lücken auftaten?

Fakt ist, dass Löws auf totale Flexibilität und Positionswechsel gepolte Zentrale den eigenen Reihen keine Sicherheit geben konnte. Als die Stadion-Regie den am Kreuzband verletzten Khedira einblendete, wirkten die Bilder wie ein stilles Plädoyer für mehr Ordnung und weniger Freigeistigkeit. Schon am Montag hatte Löw erklärt, Khedira sei ein bisschen gleicher als der Rest. "Es gibt den einen oder anderen Spieler, der einen Mehrwert für die Mannschaft hat aufgrund seiner Persönlichkeit."

Problemzone Außenverteidigung

Und doch gibt die Klasse des Einzelnen keinen Anlass, im Zentrum gleich zum Stuttgarter zu werden und das Schlimmste zu befürchten. Komplizierter sieht es da schon hinten aus, wo der Dortmunder Großkreutz zwar ordentlich auf der rechten Abwehrseite als Lahms Stellvertreter wirkte, diesmal aber sowohl Marcel Jansen (bis zu seiner Verletzung in der 24. Minute) als auch Marcel Schmelzer auf Links nicht zum ersten Mal in arge Turbulenzen gerieten. Man kann nur es als glückliche Fügung für die beiden bezeichnen, dass der Rahmenterminplan keine weiteren Länderspieltermine vor der Nominierung des Aufgebots für die WM hergibt.

Löw wird sich gut überlegen müssen, ob er es sich erlauben kann, auf Lahm auf der Außenbahn zu verzichten. Nicht wirklich erquicklich sieht es auch im Sturm aus, wo Miroslav Klose der eigenen Form nach einer Verletzung noch hinterher läuft, wie auch der Kollege Gomez, der gar nicht erst anreiste.

Kampf um die Stammplätze offen

Vielleicht waren die Pfiffe am Ende ja gar nicht so schlecht, um Löws Botschaften ein bisschen zu untermauern, auch wenn sie reichlich früh kamen. Mesut Özil muss sich auf jeden Fall angesprochen fühlen. Löw hat ihn nach außen zwar geschützt, dass er aber zu jenen gehört, die mehr tun sollen, darf auch so ohne Widerspruch vermutet werden.

Noch gleicht diese Löw-Mannschaft einer Großbaustelle, auf der nicht einmal sicher ist, wer am Ende die tragenden Säulen neben Lahm und Neuer sein sollen. Das Rennen um die Plätze ist eröffnet. Seit Mittwoch ist es so offen wie lange nicht.

Der große Fußball, er zieht aber erst einmal weiter. Zurück bleiben die armen Stuttgarter mit ihrem Abstiegskampf. Am Samstag kommt Eintracht Braunschweig zum sogenannten Abstiegsgipfel.

Es könnte wieder laut werden.

Von Mathias Schneider, Stuttgart

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(