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Fußball-Bundesliga: Veh verlässt Frankfurt, VfB hält an Schneider fest

Trainerkarussell kurios: Am Sonntag hat Frankfurt den VfB Stuttgart noch tiefer in den Abstiegsstrudel geschossen. Nun ist klar, Eintracht-Trainer Veh geht, VfB-Coach Schneider bleibt - vorerst.

Armin Veh wird Eintracht Frankfurt am Saisonende verlassen. Das bestätigten am Montag sowohl der Trainer selbst als auch der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. "Er hat hier drei Jahre lang sehr erfolgreich gearbeitet. Wir haben versucht, ihn zur Vertragsverlängerung zu bewegen, das ist uns nicht gelungen", sagte Bruchhagen.

Veh zufolge steht allerdings schon seit einiger Zeit fest, dass er seinen auslaufenden Vertrag bei der Eintracht nicht verlängern wird. "Die Entscheidung, dass ich in Frankfurt aufhöre, ist schon länger gefallen", sagte der 53-Jährige laut "Sport Bild Plus". Auch Bruchhagen betonte: "Ich weiß das schon länger." Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, Veh habe seinen Spielern diesen Entschluss am Sonntagmorgen vor dem 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart mitgeteilt.

Der Trainer war 2011 nach dem Bundesliga-Abstieg nach Frankfurt gewechselt. In seiner ersten Saison führte er den Verein ins Fußball-Oberhaus zurück, in seiner zweiten gelang sogar die Qualifikation für die Europa League. Bereits vor einem Jahr stand der frühere Meistertrainer des VfB Stuttgart vor einem Wechsel zu Schalke 04, ehe er seinen Vertrag in Frankfurt doch noch einmal verlängerte.

Stuttgart hält noch an Schneider fest

Bleiben wird dagegen offenbar - zumindest vorerst - Vehs Gegner vom Sonntag: Trotz des historischen Sturzflugs des VfB Stuttgart leitete Thomas Schneider das morgendliche Training des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten. Er soll auch am Samstag im Kellerduell gegen Eintracht Braunschweig auf der Bank sitzen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Bis tief in die Nacht besprach sich demnach die sportliche Führung um Präsident Bernd Wahler und Sportvorstand Fredi Bobic; erst mit Schneider, später ohne ihn. Danach sei der Entschluss gefallen, an dem 41-Jährigen festzuhalten.

Ein Sprecher des VfB kommentierte den "Bild"-Bericht am Montag nicht. Er verwies darauf, dass die Vereinsspitze bereits am Tag zuvor erklärt hatte, den jüngsten Negativlauf genau analysieren zu wollen. Stuttgart hat am Sonntag mit dem 1:2 bei Eintracht Frankfurt die achte Niederlage in Serie kassiert und damit einen clubinternen Negativrekord aufgestellt. Der Verein rangiert nur auf Platz 15.

Rasche Trennung aber offenbar noch möglich

Kurz nach dem niederschmetternden 1:2 bei den Hessen hatte Bobic die Zukunft von Schneider als Trainer des VfB offen gelassen. "Ich schließe nichts aus. Wenn man von einem Weg überzeugt ist, darf man sich von Emotionen nicht leiten lassen. Da musst du dich besprechen und in Ruhe entscheiden", sagte er. "Wir haben gesagt, wir wollen etwas Neues aufbauen. So etwas schnell über den Haufen zu werfen, wäre falsch", meinte Wahler.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa ist eine Trennung noch in dieser Länderspielwoche nicht komplett ausgeschlossen. Der "Stuttgarter Zeitung" zufolge soll eine Entscheidung bis Dienstag fallen. An diesem Tag kommen Vorstand und Aufsichtsrat zusammen. Als mögliche Kandidaten für eine Nachfolge Schneiders gelten die früheren VfB-Spieler Krassimir Balakow und Zvonimir Soldo, wie "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" berichteten.

mad/DPA / DPA

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