WM 2014: Vier Fragen zum Spiel Das müssen Sie zu Uruguay - England wissen

Erwischt es nach Spanien den nächsten Ex-Weltmeister? Für Uruguay und England geht es nach Auftaktniederlagen schon um alles. Die "Urus" haben nach der Pleite gegen Costa Rica einiges gut zu machen.

Wie läuft's bei Uruguay?

Schlechter hätte es gar nicht anfangen können. Der Weltmeister von 1930 und 1950 hat sich selbst durch die 1:3-Blamage zum Auftakt gegen Underdog Costa Rica mächtig unter Druck gesetzt. Und deshalb soll und muss es Topstürmer Luis Suárez vom FC Liverpool nun richten. Nur vier Wochen nach seiner Knieoperation ruhen Uruguays Hoffnungen auf dem Torschützenkönig der vergangenen Premier-League-Saison, der sich zu "100 Prozent" fit erklärte. Ob dies realistisch oder leichtsinnig ist, wird das Spiel zeigen. Suárez dürfte mit Edinson Cavani von Paris St. Germain das bewährte und bärenstarke Sturmduo bilden. Spielt Suárez tatsächlich, dürfte Routinier Diego Forlán - der beste Spieler der WM 2010 - zunächst auf der Bank sitzen.

Wie läuft's bei England

Trotz der Niederlage gegen starke Italiener herrscht im Lager der Three Lions einige Zuversicht. England hat in der Hitzehölle von Manaus gegen den viermaligen Weltmeister sehr gut gespielt, hätte nicht unbedingt verlieren müssen und fühlt sich daher stark genug, gegen Uruguay zu bestehen. Das wird auch nötig sein, denn bei einer erneuten Niederlage wäre das selbst ernannte Mutterland des Fußballs zum x-ten Mal frühzeitig gescheitert - gutes Spiel hin, gutes Spiel her. Hilfreich wäre, wenn Wayne Rooney seine Torflaute bei Weltturnieren beenden könnte.

Wer fehlt? Wer ist gesperrt?

Obwohl es schon um alles geht, will England-Coach Roy Hodgson Arsenal-Stürmer Alex Oxlade-Chamberlain nach seiner Bänderdehnung noch schonen und zumindest nicht von Anfang an einsetzen. Ansonsten sind alle Mann an Bord. Dagegen fehlt bei Uruguay neben Maxi Pereira, der wegen einer Rot-Sperre während der WM womöglich gar nicht mehr zum Einsatz kommt, auch Mannschaftskapitän Diego Lugano. Der 33-Jährige hat Kniebeschwerden, die in den Tagen seit dem Auftaktmatch immer schlimmer geworden sind. Da Lugano passen muss, sind derzeit nur Linksverteidiger Cáceres und Mittelfeldmann Gargano von einer Sperre bedroht. Bei England muss Jungstar Raheem Sterling aufpassen.

Wer ist Favorit?

Eigentlich spricht alles für England. Die Art und Weise der Niederlage gegen Costa Rica hat die stolzen Uruguayer ins Mark getroffen. Mit Pereira und Lugano fehlen zwei wichtige Männer in der Defensive, die kaum ersetzt werden können. Im Sturm ist Hoffnungsträger Suárez nicht wirklich fit und hat seit Wochen nicht gespielt. Sein Ersatz Diego Forlán ist über seinen Zenit hinaus. Dagegen ist die Stimmung im englischen Lager zuversichtlich. Die Spielanlage ist moderner geworden. Und in der Offensive haben Daniel Sturridge und Raheem Sterling nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. Das sollte diesmal gegen die angeschlagenen Südamerikaner reichen.

dho/DPA DPA

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