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WM 2014: Kolumbien tanzt sich Richtung Achtelfinale

16 Jahre lang musste Kolumbien auf die nächste WM-Teilnahme warten, nun avanciert das Team zum Geheimfavoriten. Die Elfenbeinküste kämpfte wacker und darf trotz Niederlage aufs Weiterkommen hoffen.

Über 50.000 Kolumbianer feiern in der Arena von Brasilia den großen Schritt Richtung Achtelfinale. Mit einem 2:1 (0:0)-Sieg über die Elfenbeinküste haben die Südamerikaner beste Chancen auf das Weiterkommen. 16 Jahre nach der letzten WM-Teilnahme träumen die "Cafeteros schon vom ganz großen Wurf und avancieren zum Geheimfavoriten.

Die Südamerikaner kamen durch James Rodríguez (64. Minute) zum Führungstreffer, weil dieser ein Kopfball-Duell gegen den eingewechselten Superstar Didier Drogba gewann. Juan Quintero (70.) sicherte mit seinem Treffer den zweiten Dreier, der den Kolumbianern fast schon für die nächste Runde reicht. Drogba & Co. dagegen kamen vor 65.000 begeisterten Zuschauern im Estadio Nacional der Hauptstadt Brasilia nur zum Ehrentor von Gervinho (73.).

Stadion von Brasilia fest in gelber Hand

Kolumbien überzeugte über weite Strecken mit einer kompakten Abwehr und Kontern gegen die Afrikaner, deren Star Drogba wie schon gegen Japan im Auftaktspiel zunächst auf der Reservebank schmorte. Kolumbiens Trainer José Pekerman, der auf dieselbe Startelf wie beim 3:0-Erfolg über Griechenland setzte, ließ sein Team wieder schnell nach vorne spielen. Gesucht wurde meistens James Rodriguez. Die Mehrzahl der Angriffe liefen über den Zehner vom AS Monaco, er blieb aber auch des öfteren hängen.

Angefeuert von dem am Wochenende wiedergewählten Präsident Juan Manuel Santos und den fanatischen Fans dominierten die Kolumbianer die Partie. Das Stadion war fest in der Hand der gelb gekleideten Südamerikaner. Das "Gelbe Fieber", wie Verbandspräsident Luis Bedoya es nannte, grassierte im Estadio Nacional.


Nach der Pause kam Kolumbien in Schwung

Die Kolumbianer verpassten es indes, ihre Chancen zu nutzen. Die beste Einschussmöglichkeit der ersten Halbzeit vergab Teofilo Gutierrez (28.), auf dem nach dem bitteren Ausfall von Top-Torjäger Radamel Falcao die Hoffnungen im Sturm ruhen. Nach Maßvorlage von Rodriguez versprang ihm der Ball aber kläglich (28.).

Die Elfenbeinküste spielte lange eher behäbig. Das lag auch daran, dass Spielmacher Yaya Touré kaum Akzente setzen konnte. Der Mann vom englischen Meister Manchester City konnte sich Gegenspieler Carlos Sanchez nur selten entziehen. Torgefahr versprühten die Afrikaner ohne Drogba und den am Knie verletzten Hannoveraner Didier Ya Konan vor der Pause nicht. So musste Torhüter David Ospina nur einmal bei Serge Auriers allerdings harmlosen Schuss eingreifen (32.).

Nach dem Wechsel war auch Kolumbiens Schwung vorerst dahin. Oft war auch das Zuspiel zu ungenau. Vor dem eigenen Tor leiste sich Pablo Armero einen Patzer, den Nebenmann Mario Yepes gerade noch ausbügeln konnte (58.). Auf der Gegenseite setzte sich Juan Cuadrado stark durch, doch seinen Schuss lenkte Torhüter Barry an den Pfosten (59.).

Superstar Drogba kam erst nach einer Stunde

Nach einer Stunde brachte Trainer Sabri Lamouchi dann Drogba in die Partie. Und ausgerechnet der ihm zugeordnete Rodriguez köpfte nach einer Ecke zur Führung ein. Nun war im Stadion die Hölle los! Nach einem Ballverlust der Ivorer war der von Pekerman eingewechselte Quintero zur Stelle und verwandelte freistehend zur Vorentscheidung. Italien-Legionär Gervinho machte es dann aber doch noch mal spannend für die nun voll auf Angriff setzende Elfenbeinküste, als er eine sehenswerte Einzelleistung mit einem scharfen Schuss ins Netz abschloss. Dabei blieb es trotz einer Schlussoffensive der Ivorer.

nck/DPA / DPA

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