WM 2014: Vier Fragen zum Spiel Das müssen Sie zu Kolumbien - Elfenbeinküste wissen


Dieses Spiel hat es noch nie gegeben. Was soll man also erwarten? Sowohl Kolumbien als auch die Elfenbeinküste wollen den Gruppensieg. Superstar Drogba schmort bei den Ivorern erneut auf der Bank.

Wie läuft's bei Kolumbien?

Der Ausfall von Superstar Radamel Falcao ist kein Thema mehr, nachdem die "Cafeteros" zum Auftakt Griechenland mit 3:0 überzeugend in die Schranken gewiesen haben. Es war der gewünscht gute Start ins Turnier. Allerdings strahlten die Hellenen keine allzu große Gefahr aus. Dass es noch einmal so leicht wird, glaubt José Pekermann, der argentinische Coach der Kolumbianer, nicht. Er fürchtet vor allem die enorme Physis der Afrikaner, die die Kolumbianer allerdings nur aus dem Fernsehen kennen, denn gegen die Ivorer hat der Südamerika-Meister von 2001 noch nie gespielt. Regisseur James Rodriguéz vom AS Monaco soll wie zuletzt die Fäden ziehen und so dafür sorgen, dass nach erzielten Toren wieder ausgiebig getanzt werden kann.

Wie läuft's bei der Elfenbeinküste?

Das Wohl und Wehe des Teams von der Elfenbeinküste hängt nach wie vor von einem Mann ab: Didier Drogba. Es war beeindruckend wie allein seine Präsenz auf dem Platz das Spiel gegen Japan drehte. Kaum war der Kapitän und Superstar auf dem Feld, ging ein Ruck durch die Männer in Orange. Gegen Kolumbien sitzt er dennoch zu Beginn wieder auf der Bank. Trainer Sabri Lamouche plant mit seinem besten Mann wohl wieder als Joker. Gegen die trotz des fehlenden Falcao starke kolumbianische Offensive werden die Ivorer konzentriert verteidigen müssen - was ihnen nicht immer gelingt.

Wer fehlt? Wer ist gesperrt?

Die "Cafeteros" müssen auf den verletzten Carlos Bocca verzichten, der sich im Training eine Muskelzerrung zugezogen hat und zwei Spiele aussetzen muss. Dafür steht der zuletzt gesperrte Fredy Guarín wieder zur Verfügung, wird aber nicht in der Startelf erwartet. Mittelfeldmann Carlos Sanchez droht bei einer weiteren Verwarnung eine Sperre. Das gleiche gilt auch für die beiden ivorischen Innenverteidiger Zokora und Bamba. Altstar Kolo Touré steht zur Verfügung, dürfte aber anders als Drogba wieder auf der Bank Platz nehmen.

Wer ist Favorit?

Einen klaren Favoriten gibt es bei dieser Begegnung nicht. Für die Elfenbeinküste spricht die enorme Präsenz und Klasse eines Didier Drogba. Können der 36-Jährige, der nach der WM bei Juventus Turin anheuert, und Co-Star Yaya Touré von Manchester City die "Elefanten" in Schwung bringen, werden sie den Kolumbianern mächtige Probleme bereiten. Verfallen die Afrikaner - wie in der Vergangenheit schon häufiger gezeigt - in ihr bekanntes Phlegma werden die begeisterungsfähigen Lateinamerikaner ihre Chance zu nutzen wissen - zumal der Großteil des Publikums in Brasilia sicher die Männer in Gelb pushen wird.

dho/DPA DPA

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