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Nach Kritik an Treffen mit Erdogan Ilkay Gündogan: "Beleidigen lassen will ich mich auch nicht"

Die Aufregung um Mesut Özil und Ilkay Gündogan lässt nicht nach. Bei einem Testspiel gegen Österreich mussten die Nationalspieler ein Pfeifkonzert über sich ergehen lassen. Der Grund: ein Treffen der beiden vor einiger Zeit mit dem türkischen Präsidenten Erdogan in London. Selbst Özils Tor zum zwischenzeitlichen 1:0 konnte die Fans nicht besänftigen. Vergangene Woche trafen sich die beiden Spieler mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Gündogan veröffentlicht auf Instagram ein Statement:
 
Ich verstehe die Kritik an meinem Handeln. Aber es hat mich persönlich sehr getroffen, mir vorwerfen zu lassen, dass ich unsere Werte nicht respektiere.
 
Auch seine derzeitigen Prioritäten stellt der 27-Jährige mit dem Post klar:
 
Ab jetzt soll es endlich wieder um das gehen, was wir am besten können: Fußball! Und nicht mehr um Politik.
 
Ob die Fans Özil und Gündogan bis zur anstehenden WM verzeihen, ist allerdings fraglich.
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Am Medientag der DFB-Elf in Eppan nahmen Mesut Özil und Ilkay Gündogan im Gegensatz zu den anderen 21 Akteuren nicht teil. Gündogan sprach aber im Einzelinterview über die Kritik an dem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan.

Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan ist von den heftigen Reaktionen auf sein Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan überrascht. "Die Reaktionen haben mich getroffen, vor allem auch die persönlichen Beleidigungen. Weil ich schon der Meinung bin, dass einige Vorwürfe, die jetzt gegen Mesut und mich aufgekommen sind, nicht zu 100 Prozent stimmen", sagte Gündogan am Dienstag im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

"Das war eine Erfahrung, die im Nachhinein betrachtet nicht leicht war", antwortete der deutsche Profi mit türkischen Wurzeln auf die Frage, ob das gemeinsame Foto mit Erdogan ein Fehler gewesen sei. Er habe zusammen mit seinem Nationalmannschaftskollegen Mesut Özil den türkischen Präsidenten bei einer Veranstaltung getroffen, bei der Stipendien aus der Türkei verteilt worden sind.

"Alle türkisch-stämmigen Fußballer aus der Premier League waren dort eingeladen. In dem Rahmen hat das Treffen stattgefunden und sind die Fotos entstanden", berichtete Gündogan.

Gündogan: "kein politisches Statement"

"Ich bin immer offen für Kritik. Jeder Mensch hat seine eigene Meinung. Deshalb haben wir die Meinungsfreiheit. Dafür stehe ich auch", erklärte der 27 Jahre alte Gündogan im WM-Trainingslager der Nationalmannschaft in Südtirol. "Wir haben aufgrund unserer türkischen Wurzeln noch einen sehr starken Bezug zur Türkei. Das heißt aber nicht, dass wir jemals behauptet hätten, Herr Steinmeier sei nicht unser Bundespräsident oder Frau Merkel nicht unsere Bundeskanzlerin. Deshalb war es auch nie ein Thema, ein politisches Statement zu setzen."

Özil und er hätten "sehr viel dazu beigetragen, dass wir die Integration in Deutschland fördern". Er verstehe und akzeptiere, wenn Leute eine andere Meinung hätten. "Aber beleidigen lassen will ich mich auch nicht", sagte Gündogan in Eppan.

mad DPA

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