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WM-Qualifikation: Österreich blamiert sich gegen die Färöer

Schlimmer Patzer der österreichischen Nationalmannschaft: Mit einem 1:1 gegen den Fußball-Zwerg Färöer Inseln blamierte sich das Team von Karel Brückner bis auf die Knochen. Im nächsten WM-Qualifikationsspiel gegen Serbien steht Österreich jetzt mächtig unter Druck.

Gegen die extrem defensiv eingestellten Färinger tat sich die österreichische Fußball-Nationalmannschaft sehr schwer und geriet in der 47. Minute durch ein Tor von Bogi Lokin sogar in Rückstand. 68 Sekunden später schaffte der frühere Stuttgarter Martin Stranzl den Ausgleich.

In der Heimat mussten die Fußballfans den peinlichen Auftritt nicht mitansehen. Die geplante Liveübertragung des ORF fiel aus, weil ein Teil der technischen Ausrüstung nicht angeliefert worden war. Thomas König kommentierte 90 Minuten lang zu einem Standbild des Stadions in Torshavn.

Erlösender Sieg für Ottmar Hitzfeld

Für den Nationaltrainer der Schweiz, Ottmar Hitzfeld, gab es dagegen einen wichtigen Sieg. Hitzfeld kam mit seinem Team zu einem 2:1 (0:0) gegen Lettland.

In St. Gallen überschlugen sich ab der 63. Minute die Ereignisse. Nach dem 1:0 durch den Dortmunder Alex Frei (63.) sah zunächst der Lette Juris Laizans die Gelb-Rote Karte (69.). In Unterzahl glichen die Gäste durch Deniss Ivanovs aus (71.), der frühere Hannoveraner Bundesliga-Profi Blaise N"Kufo schoss jedoch fast postwendend das Siegtor.

Nach einem 2:2 zum Auftakt in Israel hatte sich der EM-Gastgeber zuletzt durch eine 1:2-Heimniederlage gegen Luxemburg blamiert. Für den früheren Bayern-Trainer Hitzfeld steht am Mittwoch das deutsche Trainer-Duell mit Otto Rehhagel an, der nach zwei Siegen zum Auftakt mit Griechenland am Samstagabend Moldawien empfing.

Aserbaidschan seit drei Spielen ohne Tor

Aserbaidschan, das von Berti Vogts trainiert wird, ist dagegen nach drei Spielen noch ohne Tor. Gegen Finnalnd gab es eine 0:1-Niederlage. Die Finnen, die in ihrem ersten Spiel zu einem 3:3 gegen Deutschland gekommen waren, zogen zumindest vorübergehend mit der DFB-Auswahl gleich.

"Ich weiß nicht, ob der Elfmeter berechtigt war, aber das 1:0 geht in Ordnung. Finnland war die klar bessere Mannschaft", sagte Vogts in der ARD. Die hohen Erwartungen im Verband, über die sich der Weltmeister von 1974 mehrfach beschwert hatte, kommentierte Vogts diesmal mit Ironie: "Ich habe schon ein Quartier für die WM 2010 gebucht. Vielleicht treffen wir ja auf Deutschland."

In London erlöste Ersatz-Kapitän Rio Ferdinand die Engländer in der 52. Minute. Nach einem Eigentor von Aleksandr Kutschma (64.) brachte Schambyl Kukejew (68.) die Kasachen zurück ins Spiel und ließ den Favoriten zittern. Wayne Rooney mit einem Doppelschlag (77./86.) und Jermain Defoe (90.) sorgten doch noch für klare Verhältnisse.

Wales ging durch David Edwards drei Minuten vor der Pause in Führung (42.). Nachdem Craig Bellamy drei Minuten später einen Elfmeter verschoss, unterlief Gäste-Spieler Mario Frich zehn Minuten vor dem Ende noch ein Eigentor.

SID / SID

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