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WM-Qualifikation: Russland hält Kurs, Wales patzt

Mit einem 0:2 gegen Finnland hat sich Deutschlands Gruppengegner Wales praktisch aus dem Rennen um die WM-Qualifikation verabschiedet. Russland hält dagegen durch einen ungefährdeten Sieg gegen Aserbaidschan Kurs.

Russlands Fußball-Nationalmannschaft hat sich auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2010 von Außenseiter Aserbaidschan nicht aufhalten lassen. Die "Sbornaja" gewann am Samstag in Moskau trotz enttäuschender Vorstellung mit 2:0 (1:0) gegen die vom früheren Bundestrainer Berti Vogts betreuten Kaukasus-Kicker und festigte mit neun Punkten Platz zwei in der Qualifikations-Gruppe 4 hinter Deutschland. Im zweiten Spiel setzte sich Finnland in Cardiff mit 2:0 (1:0) gegen Wales durch und verdarb den Briten die Generalprobe für die Partie gegen Deutschland am Mittwoch im Millennium-Stadion. Mit sieben Zählern verdrängten die Suomis ihren Gegner vom dritten Platz.

Obwohl praktisch in Bestbesetzung angetreten, lieferte das Team von Guus Hiddink im Moskauer Luschniki-Stadion ein schwaches Spiel ab. Roman Pawljutschenko (32. Minute) per Freistoß und Konstantin Zyrianow (71.) erzielten die Tore für die Russen, die am Mittwoch in ihrem nächsten Ausscheidungsspiel in Vaduz auf Liechtenstein treffen.

Glücklicher Erfolg für Finnland

Vogts' Mannschaft, die am 12. August den Vize-Europameister aus Deutschland in Baku erwartet, verteidigte in erster Linie den eigenen Strafraum und tat zu wenig für die Offensive. Die Chance, das erste Auswärtstor in einem Wettbewerbsspiel für Aserbaidschan seit März 2001 zu schießen, verpasste Rashad Sadygow in der 90. Minute.

Einen glücklichen Erfolg in Cardiff feierten die Finnen, die ihre letzten vier Länderspiele allesamt verloren hatten. Mit ihren Treffern stellten Jonathan Johansson (45.) und Shefki Kuqi (90.) den Spielverlauf förmlich auf den Kopf. Denn die Partie stand vor 20.000 Zuschauern über weite Strecken im Zeichen der Waliser, die allerdings im Abschluss große Schwächen zeigten.

Niederlande bezwingen Schottland

Obwohl Stürmerstar Craig Bellamy nach auskurierter Knieblessur von Beginn an dabei war, fehlte es John Toshacks Team auch im zweiten Durchgang an der nötigen Durchschlagskraft. Finnlands Abwehrbollwerk um Sami Hyypiä überstand auch die zweiten 45 Minuten ohne Gegentor.

Die Niederlande machten einen großen Schritt auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2010. Im Spitzenspiel der Gruppe 9 setzte sich die "Oranje"-Auswahl am Samstagabend souverän 3:0 gegen Schottland durch und kam dem angestrebten Gruppensieg ein gutes Stück näher. Klaas-Jan Huntelaar (30. Minute), Robin van Persie (45.) und Dirk Kuyt (77./Foulelfmeter) trafen für die Niederlande, die mit 12 Punkten klar vor Schottland (4) liegen. Vier Tage vor ihrem Top-Duell in Gruppe 8 setzte sich Italien (13) von Verfolger Irland (11) ab. Der Weltmeister behielt dank Andrea Pirlo (11./Foulelfmeter) und Gianpaolo Pazzini (74.) in Montenegro 2:0 die Oberhand. Die Iren kamen dagegen in Dublin gegen Bulgarien über ein 1:1 nicht hinaus.

Frankreich wieder im Rennen

Wieder im WM-Rennen ist Frankreich. Bayern Münchens Mittelfeld-Ass Franck Ribéry bescherte der "Equipe Tricolore" mit seinem Treffer in der 67. Minute das 1:0 in Kaunas gegen Litauen. Hinter Serbien (12), das seine Top-Position in der Gruppe 7 durch einen knappen 3:2 Erfolg durch Treffer von Milan Jovanovic (18.), Dorel Stoica (44./Eigentor) und Branislav Ivanovic (59.) in Rumänien untermauerte, stellten die Franzosen (7) den Anschluss an die starken Litauer (9) her.

Boden gut machte die Schweiz auf dem angestrebten Weg nach Südafrika. Die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld feierte einen 2:0 (1:0)-Pflichtsieg in Chisinau gegen Moldawien und schloss in der Gruppe 2 nach Punkten zu Spitzenreiter Griechenland (beide 10) auf, der in Israel über ein 1:1 (1:0) nicht hinauskam. Der ehemalige Bundesliga-Profi Theofanis Gekas (42. Minute) brachte die von Otto Rehhagel betreuten Hellenen in Führung, die Omer Golan (55.) aber in Ramat Gan egalisieren konnte. Israel (9) fiel auf Rang drei zurück.

Schweizer Arbeitssieg

Den Schweizer Arbeitssieg in Moldawien stellten der Dortmunder Bundesliga-Legionär Alexander Frei (32.) und Gelson Fernandes (90.+3) vor 10.000 Zuschauern für die Hitzfeld-Elf sicher. Dadurch fanden die Eidgenossen, bei denen neben Frei in Diego Benaglio (VfL Wolfsburg), Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen) und Ludovic Magnin (VfB Stuttgart) drei weitere Bundesliga-Profis im Team standen, Anschluss an die Griechen. Hinter Luxemburg (4), das sich Lettland (7) glatt 0:4 geschlagen geben musste, bleibt Moldawien (1) Tabellen-Letzter.

Als Primus der Gruppe 1 weist Dänemark 10 Punkte nach dem lockeren 3:0-Sieg auf Malta auf, den der Ex-Schalker Sören Larsen (12./23.) mit einem Doppelschlag frühzeitig einleitete. Morten Nordstrand (89.) setzte den Schlusspunkt für die Dänen, die dank des besseren Torverhältnisses weiter vor dem punktgleichen Team aus Ungarn liegt. Der Verfolger siegte dank Sandor Torghelle (38.) 1:0 in Albanien.

Einen unerwarteten Rückschlag musste dagegen in der Gruppe 3 Polen hinnehmen. Die Ost-Europäer kassierten mit dem 2:3 in Belfast gegen Nordirland schon die zweite Niederlage im laufenden Wettbewerb und drohen bei 7 Punkten den Anschluss zu verlieren. Dagegen übernahmen die heimstarken Nordiren (10) die Spitzenposition vor der spielfreien Slowakei (9) sowie Tschechien und Slowenien (je 8), die sich in Maribor torlos trennten.

DPA / DPA

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