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Arsenal London Maskottchen nach 27 Jahren geschasst: So will Mesut Özil den "Gunnersaurus" retten

Arsenal London: Maskottchen nach 27 Jahren geschasst: So will Mesut Özil den "Gunnersaurus" retten
Ex-Fußball-Nationalspieler Mesut Özil will das Gehalt des Maskottchens von Arsenal London übernehmen. Der Klub des 31-Jährigen hatte den "Gunnersaurus" vor ein paar Tagen aussterben lassen. Die Fans sind stinksauer.

Nach den Querelen um seine Rolle beim FC Arsenal war es zuletzt ruhig geworden um Mesut Özil. Der frühere Nationalspieler spielte im Konzept von Trainer Mikel Arteta zuletzt allenfalls noch eine Nebenrolle und steht bisweilen nicht einmal mehr im Kader. Am Dienstag dürfte der 31-Jährige mit einer zutiefst menschlichen Geste die Herzen vieler Fußballfans erreicht haben.

Via Twitter erklärte sich Özil bereit, das Gehalt eines gewissen Jerry Quy zu übernehmen. Der Mann steckt seit 27 Jahren im Kostüm des legendären Gunnersaurus, dem Maskottchen des Londoner Traditionsklubs. Der hatte im August verkündet, 55 Mitarbeiter entlassen zu wollen – vor wenigen Tagen folgte Nummer 56, das Maskottchen. Und nicht nur die Arsenal-Fans liefen Sturm gegen diese vermeintliche Sparmaßnahme. Vor allem, weil erst vor ein paar Tagen ein Millionentransfer eingetütet und medienwirksam präsentiert wurde. 

Özil übernimmt Gehalt für "großen, grünen Jungen"

"Ich bin sehr traurig, dass Jerry Quy, bekannt als unser großartiges Maskottchen "Gunnersaurus" und fester Teil unseres Klub nach 27 Jahren abgeschafft wurde", twitterte Özil am Dienstagnachmittag. Er biete deshalb an, das Gehalt "unseres großen, grünen Jungen" zu zahlen, solange er für Arsenal spiele. Fast eine halbe Million User "herzten" den bei den Fans beliebten Mittelfeldspieler dafür. Fast 100.000 Kommentare gingen binnen wenigen Stunden unter einem Bild mit dem Fahne schwenkenden Maskottchen ein.

Die Fans des FC Arsenal sind mächtig sauer auf die Klubführung und US-Milliardär Stan Kroenke, dem das Team seit 2018 gehört. Nicht nur, weil das Maskottchen ausrangiert wurde. Am 5. Oktober, praktisch zeitgleich mit dem Rauswurf des Gunnersaurus, präsentierte der Klub Mittelfeldspieler Thomas Partey, einen Neuzugang von Atlético Madrid. 50 Millionen Euro überwiesen die Londoner, denen es im August finanziell angeblich so schlecht ging, für den 27-jährigen Ghanaer. "Ich war noch nie so sauer auf meinen Klub", schreibt ein Fan. Ein anderer rechnet vor, dass die gefeuerten Mitarbeiter jährlich etwa drei Millionen Euro kosten. Partey soll 275.000 Euro pro Woche verdienen. "Die Besitzer wollten diese Menschen einfach nicht mehr bezahlen", ist er sicher.

Quelle: Twitter

js DPA

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