HOME

Halbfinale in Hamburg: Kampf ums Finale: Was erwartet unsere Handball-Jungs gegen Norwegen?

Im WM-Halbfinale treffen die deutschen Handballer am Freitag auf Norwegen. Die Arena in Hamburg ist kleiner als in Berlin und Köln, außerdem werden viele norwegische Fans erwartet. Kann das Publikum die DHB-Auswahl dennoch zum nächsten außergewöhnlichen Erfolg tragen?

Handball-WM 2019

Handball-Nationaltrainer Christian Prokop nutzt seine schlaflosen Nächte, um die Verhaltensmuster des norwegischen Gegners genau zu studieren.

DPA

Auf die deutschen Handballer wartet ein Gegner, der einem durchaus Angst machen kann. Denn jetzt bekommen sie es mit dem Vize-Weltmeister zu tun. Im Halbfinale der Heim-WM spielt die DHB-Auswahl am Freitag (20.30 Uhr/ARD) in Hamburg gegen Norwegen um das begehrte Endspiel-Ticket. Die Vorbereitung auf dieses Top-Spiel begann bereits unmittelbar nach dem 31:30-Sieg gegen Spanien zum Abschluss der WM-Hauptrunde. Was erwartet die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop gegen Norwegen? Und wie ist der Plan für diesen Donnerstag?

Viel Schlaf: "So viel wie möglich" wollte nicht nur Rechtsaußen Patrick Groetzki schlafen. Angesichts der engen Spieltaktung kommt der optimalen Regeneration der Spieler bei der WM eine große Bedeutung zu. Auch Donnerstag steht nicht viel auf dem Programm. "Wir werden uns ausruhen, wir werden uns mit Christians Video und Taktiktraining auf den kommenden Gegner vorbereiten", sagte Torhüter Andreas Wolff

Regeneration im Hamburger Luxushotel

Umzug: Nach einem gemeinsamen Frühstück wird die deutsche Mannschaft um die Mittagszeit nach Hamburg fliegen. Um 12.15 Uhr hebt der Flieger EW 7019 von Köln/Bonn nach Hamburg ab und soll dort planmäßig um 13.20 Uhr landen. Das Team wird dort wieder in einem noblen Golfhotel wohnen, schon im Rahmen der WM-Vorbereitung hatte es dort Station gemacht.

Christian Prokop gönnt sich keine Pause

Wenig Schlaf: Bundestrainer Prokop begann schon in der Nacht mit der Vorbereitung auf die Norweger. Viel Schlaf gönnt sich der 40-Jährige bei Großturnieren ohnehin nicht. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer seziert Prokop jedes Verhaltensmuster des nächsten Gegners. Mit den Videos bereitet er dann auch seine Spieler auf alle Stärken und Schwächen vor.

Weltspitze: Die Norweger haben sich in den vergangenen Jahren in der Weltspitze etabliert. Nachdem sie für die WM 2015 nicht mal qualifiziert waren, wurden sie bei der WM 2017 direkt Zweiter. Bei der erfolgreichen EM 2016 hatte die deutsche Mannschaft ebenfalls im Halbfinale gegen Norwegen gespielt - und damals eine hochdramatische Partie für sich entschieden. Die positive Entwicklung der Norweger hängt vor allem mit Trainer Christian Berge zusammen. "Wir wissen, die sind extrem schnell und unglaublich gut auf den Beinen. Es wird immer darum gehen, dass wir es schaffen, mit unseren Spielern zu doppeln", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

Geht die Handball-WM für Deutschland weiter?

Stimmung: In die Hamburger Arena passen rund 6000 Zuschauer weniger als in Köln. Es werde "sehr, sehr schwierig sein", die Stimmung von Köln und Berlin zu toppen, sagte Torhüter Wolff. Der Keeper vermutet, dass aufgrund der Nähe zu Skandinavien auch viele Norweger in der Halle sein werden. "Ich hoffe trotzdem, dass die Mehrheit für uns ist."

Ex-Handballer Stefan Kretzschmar sitzt auf einer Bühne und spricht in ein Mikro in seiner rechten Hand
sve / DPA

Wissenscommunity