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Danke, Poldi. Du warst der Beste!

129 Länderspiele und 48 Tore: Lukas Podolski wird der deutschen Nationalmannschaft fehlen. Nicht nur aus sportlicher Sicht, sondern weil er eine echte Type ist. Ein Hoch auf Poldi.

Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger

Sie werden fehlen: Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger nach dem Sieg bei der Weltmeisterschaft 2014.

"Ich glaube, 80 Prozent von euch und auch ich kraulen sich mal an den Eiern." Da war er wieder, der unnachahmliche Poldi. Bei einer Pressekonferenz während der Europameisterschaft in Frankreich verteidigte er Joachim Löw. Ehrlich. Bodenständig. Authentisch. In diesem Satz steckt alles, was Persönlichkeit ausmacht. Dafür schätzen und lieben ihn seine Fans. Und dafür gebührt ihm - wie Löw sagen würde - högschder Reschpekt.

Nach 129 Länderspielen und 48 Toren beendet Podolski mit 31 Jahren seine Nationalmannschaftskarriere. Eine beeindruckende Bilanz. Er wolle kürzertreten, schrieb er auf . Verständlich. Schließlich war er seit 2004 in sieben großen Turnieren dabei, darf sich seit 2014 Weltmeister nennen. Er ist einer der Helden von Rio.

Lukas Podolski ist ein Vorbild

Doch wichtig ist eben nicht nur auf dem Platz. Poldi ist eines der größten Vorbilder, das diese Nationalmannschaft hatte. Der kleine polnische Junge, der mit seinen Eltern nach Deutschland kam und es dank des Fußballs bis ganz nach oben geschafft hat. Eine schöne Geschichte.

Doch der Ruhm ist Podolski niemals zu Kopf gestiegen. Keine Frauen, keine Lamborghinis, keine Penisvideos. Während andere Kicker vor Sardinien auf einer Yacht Urlaub machen, erholt er sich in seiner Heimat . Das ist Poldi.

Poldi, der kölsche Jung

Er liebt diese Stadt - und die Stadt liebt ihn. Wenn er mit breitem kölschen Akzent spricht, wissen sie dort: Dat is keene Blötschkopp, dat is ne kölsche Jung. Die ungeschliffenen Sätze gehören zu Poldi. So spricht ein Straßenkicker. Never forget where you're coming from. Sympathisch. Einzigartig. Unverstellt.

Vor vier Wochen, direkt nach der Fußball-EM, gab er in seinem "Strassenkicker"-Store am Alter Markt Autogramme. Andere Fußballer lagen da bereits am Strand. Er posierte mit Fans und lächelte bereitwillig auch noch für das tausendste Handyselfie. Immer da für die Fans - auch das ist Poldi. Einer von uns.

"Home is, where the Dom is" hat er auf seinen T-Shirts stehen. Köln wird er erhalten bleiben. Der Nationalmannschaft leider nicht. Die 10 im Team wird fehlen. Wir sehen uns in Kölle. Tschö.

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