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London Marathon: Brite schleppt kollabierenden Mitläufer ins Ziel

42,195 Kilometer voller Schweiß und Schmerzen: Beim Marathon in London hat es Läufer David Wyeth bis kurz vors Ziel geschafft. Dann streikt sein Körper. Doch dank eines Mitläufers mit wahrem Sportgeist schafft er es trotzdem ins Ziel. 

Matthew Rees hilft David Wyeth beim London Marathon

Marathonläufer Matthew Rees (l.) zeigt sich als wahrer Sportsmann und hilft seinem strauchelnden Mitläufer David Wyeth (m.) ins Ziel

Hamburg, Wien, London – am Wochenende haben sich wieder Zehntausende Läufer getroffen, um beim Marathon an den Start zu gehen. Die meisten von ihnen haben sich monatelang darauf vorbereitet, ihre Ernährung umgestellt, mehrmals die Woche trainiert. Und sich selbst unter Druck gesetzt, eine bestimmte Zeit zu laufen oder es zumindest bis ins Ziel zu schaffen.

Für Läufer David Wyeth war jedoch in London kurz vor dem Ziel beinahe alles vorbei. Sein Körper streikte und er fing an zu straucheln. Über 40 Kilometer war er bereits gelaufen – und dann das. Das Ziel konnte er bereits sehen, doch die Beine wollten einfach nicht mehr.

Königliche Unterstützung 

Doch dann kam Brite Matthew Rees, der ebenfalls beim Marathon angetreten war. Er stütze seinen Mitläufer, versuchte ihn zu motivieren, zeigte ihm, dass es nur noch ein paar Meter bis zum Ziel sind und animierte die Zuschauer am Straßenrand, für den im Gesicht grün angelaufenen David Wyeth zu klatschen. Auch Prinz William und Prinz Harry feuerten den Läufer auf seinen letzten Metern an.

Doch dieser kriegte kaum noch etwas davon mit. Um ihn sicher über die Ziellinie zu bekommen, half schließlich noch ein Marathon-Mitarbeiter. Zu zweit schafften sie es, den beinahe bewusstlosen David Weyth, ins Ziel zu bekommen, wo er sofort von Sanitätern behandelt wurde. 

"Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich ihm bin" 

Im Netz wird die selbstlose Unterstützung des Briten Matthew Rees gebührend gefeiert. Und auch David Wyeth zeigt sich mehr als dankbar. In einem Interview mit "BBC Breakfast" sagte er: "Wir haben uns zuvor noch nie getroffen. Und ich war frustriert, dass er wegen mir seinen Lauf aufgibt. Ich weiß, wie wichtig das ist." Zudem fügt er hinzu: "Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich Matthew bin." Und zu ihm gewandt: "Ich hab dir gesagt lauf weiter und du bist trotzdem geblieben. Du bist so ein Gentleman." 

Vor einem halben Jahr gab es beim Triathlon-WM-Finale einen ähnlichen Fall. Triathlet Jonathan Brownlee kollabierte 400 Meter vor dem Ziel. Doch dann bekam er Hilfe von seinem jüngeren Bruder, der es schaffte, ihn über die Ziellinie zu bringen. 


stb
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