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Letzte Olympia-Entscheidung: Eklat beim Marathon-Lauf

Ausgerechnet beim historischen Marathon zum Abschluss der Olympischen Spiele in Athen hat ein Verrückter für einen Eklat gesorgt. Ein Mann in einer Tracht zerrte am Sonntagabend den führenden Brasilianer Vanderlei Lima von der Strecke.

Ausgerechnet beim historischen Marathon zum Abschluss der Olympischen Spiele in Athen hat ein Zuschauer für einen Eklat gesorgt. Ein Mann in einer Tracht zerrte am Sonntagabend den führenden Brasilianer Vanderlei Lima bei Kilometer 37 von der Strecke. Der Zuschauer wurde danach festgenommen.

Nur mühsam und von anderen Personen unterstützt konnte sich der 35-jährige Lima befreien und seinen Lauf fortsetzen. Einen Kilometer später wurde er von Stefano Baldini passiert, der am Ende ungefährdet dem Olympiasieg entgegenlief.

"Wenn mir der Mann nicht in den Weg gelaufen wäre, wer weiß, was passiert wäre. Vielleicht hätte ich sogar gewonnen", sagte der Unglücksrabe, für den hinter dem Italiener sowie dem Amerikaner Mebrahtom Keflezighi nur Bronze blieb. "Der Zwischenfall hat mich sehr behindert. Für mich war die Situation schwierig, weil ich nicht wusste, was er wollte. Ich habe völlig meinen Rhythmus verloren."

Der Südamerikaner wurde in dem Vorort Papagou zwar von einem Polizisten auf einem Fahrrad begleitet, doch dieser konnte so schnell gar nicht reagieren. Sichtlich geschockt setzte Lima dann seinen insgesamt 42,195 km langen beschwerlichen Weg fort. Beim Zieleinlauf wurde er von den 40 000 Zuschauern im antiken Panathinaikon-Stadion lautstark gefeiert.

Nach Angaben des griechischen Rundfunks soll es sich bei dem Störer des olympischen Marathons um den 56-jährigen Cornelius Horan aus Irland handeln. Dem Bericht zufolge soll es der selbe Mann sein, der beim Formel 1-Grand-Prix von Großbritannien vor einem Jahr in Silverstone auf die Strecke gelaufen war.

Der frühere Europameister Baldini gewann in in 2:10:55 Stunden vor Keflezighi (2:11,29) und dem gebeutelten Brasilianer (2:12:11). Weltrekordler Paul Tergat aus Kenia, der als großer Favorit angetreten war, enttäuschte als Zehnter. Deutsche Teilnehmer waren in der letzten von 301 Olympia-Entscheidungen nicht am Start. Bei etwa 25 Grad war die befürchtete Hitzeschlacht auf der Strecke von Marathon nach Athen ausgeblieben.

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