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Olympia 2014 - Maria Komissarova Putin besucht verletzte Skicrosserin


Der Präsident kümmert sich höchstpersönlich: Als Maria Komissarowa nach sechs Stunden OP aufwachte, stand Wladimir Putin am Krankenbett. Die Skicrosserin hatte sich einen Wirbel gebrochen.

Der Zustand der schwer am Rücken verletzten Skicrosserin Maria Komissarowa war am Morgen nach der Operation weiterhin ernst, aber stabil. Das teilte der russische Ski-Freestyle-Verband am Sonntag mit. Die Nacht im Krankenhaus sei zufriedenstellend verlaufen. Präsident Wladimir Putin besuchte die Athletin nachdem sie aus der Narkose aufgewacht war.

Die 23-Jährige hatte sich bei einem Sturz im Training bei den Olympischen Winterspielen von Sotschi den zwölften Brustwirbel gebrochen, sie war sechseinhalb Stunden operiert worden. Die Ärzte wollten später erneut beraten, ob sie von Krasnaja Poljana in eine andere Klinik transportiert werden kann.

Bereits zweiter schwerer Sturz

Die Operation sei erfolgreich verlaufen, teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit. "Nun wollen wir, dass sie schnell gesund wird", sagte IOC-Sprecher Mark Adams in Sotschi. Er gehe davon aus, dass der Sturz nichts mit der Strecke zu tun habe. "Was den Zustand der Trassen angeht, sehen wir hier nichts anderes als bei früheren Winterspielen", betonte Adams.

Komissarowa habe bereits die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver wegen eines Bruchs des Unterschenkels verpasst, sagte ihr Freund Filipp Balabanow der Zeitung "Komsomolskaja Prawda". Die Sportlerin sei damals in Österreich operiert worden und habe lange mit Krücken gehen müssen. Ihr Vater sagte, er sei von Beginn an gegen eine Teilnahme an den Wettkämpfen in Sotschi gewesen. "Ich habe ihr abgeraten, weil sie seit 2003 drei schwere Verletzungen am rechten Bein hatte - Knochenbrüche und Bänderrisse", sagte Leonid Komissarow.

Favoritinnen stürzen allesamt

Die Tschechin Eva Samkova gewann am Sonntagmorgen den Snowboardcross. Die 20-Jährige lag im Finale vor der Kanadierin Dominique Maltais und Chloe Trespeuch aus Frankreich. Die Zweite der X-Games zeigte sowohl in der Qualifikation als auch bei den drei K.o.-Läufen keine Schwächen und siegte souverän. Zuvor hatten zwei andere Favoritinnen gepatzt.

Zunächst stürzte Vancouver-Olympiasiegerin Maelle Ricker aus Kanada in ihrem Viertelfinale. Dann ereilte US-Snowboarderin Lindsey Jacobellis im Halbfinale das gleiche Schicksal, obwohl die 28-Jährige kurz vor dem Ziel in der letzten Steilwandkurve klar in Führung lag. Die achtmalige Gewinnerin der X-Games und dreimalige Weltmeisterin erlebte damit einen weiteren olympischen Albtraum. Vor acht Jahren hatte sie im Olympia-Finale von Turin aus Leichtsinn die sicher geglaubte Goldmedaille verschenkt. Damals riskierte sie am letzten Sprung einen unnötigen Trick mit ihrem Brett und fiel so noch auf Platz zwei zurück.

Jacobellis gewann nun immerhin das B-Finale und belegte in Krasnaja Poljana in der Endabrechnung Platz sieben. Deutsche Snowboaderinnen waren in dieser Disziplin nicht am Start.

swd/DPA DPA

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