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Olympia 2014: Deutsche Snowboarder haben große Ziele

In Vancouver gingen sie leer aus, in Sotschi peilen die deutschen Snowboarder drei Medaillen an - egal, welche Farbe. Den Anfang machen die Boardercrosser mit Konstantin Schad.

In Vancouver gingen die deutschen Snowboarder leer aus, jetzt müssen sie punkten. Drei Medaillen sind das Ziel bei den Winterspielen - wie bei der WM vor einem Jahr. "Wir sind ja nicht da, um Tourismus zu betreiben", erklärte die Olympia-Zweite von Turin, Amelie Kober. "Wir freuen uns, wenn es endlich richtig los geht." Sieben Alpin-Boarder und zwei Boardercrosser sind nun für die Edelmetall-Ausbeute verantwortlich. "Ich denke, wir haben eine gute Mannschaft", sagte Verbandspräsident Hanns-Michael Hölz. "Wir reden nicht über die Farben der Medaillen."

Als bislang einziger Starter in nunmehr fünf Wettbewerben in Krasnaja Poljana freute sich Johannes Höpfl beim Halfpipe-Spektakel über einen 22. Platz. Von einer Medaille hatte da keiner geträumt, hier wäre schon die Final-Qualifikation eine Überraschung gewesen.

Jetzt aber zählen keine Achtungserfolge mehr, Podestplätze müssen her. Die dritte und bis dato letzte Olympiamedaille bejubelte Kober vor acht Jahren. Bei den Spielen von Turin holte sie Silber. 1998 bei der Premiere der Sportart in Nagano feierten Nicola Thost als Olympiasiegerin in der Halfpipe und Heidi Renoth als Zweite im Riesenslalom. Das beste Ergebnis in Vancouver: Rang vier durch Selina Jörg im Parallel-Riesenslalom.

Konstantin Schad und Paul Berg starten

Bevor das bei der WM 2013 mit Gold und zweimal Bronze erfolgreiche Race-Team um Weltmeisterin Isabella Laböck eingreift, sind die Boardercrosser an der Reihe: Konstantin Schad und Paul Berg. "Mein Ziel ist es, schöne Spiele zu erleben. Die letzten waren mit Platz 33 und Verletzung nicht so schön", erklärte der 26-jährige Schad. Sein bestes WM-Ergebnis ist Rang 18. Der zweimalige Weltcup-Podestfahrer hat sich in den vergangenen zwei Jahren allerdings enorm weiter entwickelt. Im sehr ausgeglichenen Starterfeld der Boardercrosser sind zudem keine klaren Favoriten auszumachen.

"Ich denke, dass ich alles für mich so weit unter Kontrolle habe und den Kurs auch", betonte Schad. Schon vor dem Start in den Winter hatte er sich voller Selbstvertrauen präsentiert. Beim Weltcup vor einem Jahr in Sotschi war er Achter geworden, jetzt würde er gerne noch weiter vorne landen. Bestenfalls Außenseiterchancen hat Berg: In 14 Weltcups schaffte es der 22-Jährige einmal in die Top 10.

"Die zwei Jungs sind das Minimum, das man braucht", erklärte Trainer Gernot Raitmair. "Man sieht es bei Amerikaner oder anderen, wenn man mit vier Leuten an den Start gehen kann, ist es emotional ein Vorteil."

jen/DPA / DPA

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